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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 31

Episode 031 – In Verbindung bleiben mit einem Schreibaby

Was kannst du erkennen am Schreien eines Babys? Warum schreien Babys auch, obwohl es z.B. keinen Hunger hat? Du wirst praktische Tipps und Körperübungen kennenlernen, um mit dir und deinem "Schreibaby" in Verbindung zu bleiben. Wenn man mit Schreibabys arbeitet, arbeitet man auch immer automatisch mit den Eltern.

Dauer: 21:50 Minuten
09.02.2020

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Das nimmst du mit

- Babyweinen ist eine natürliche Kommunikationsform und kann Ausdruck unverarbeiteter Erfahrungen rund um Schwangerschaft, Geburt oder frühe Trennungen sein. - Mögliche körperliche Ursachen und Schmerzen sollten immer zuerst medizinisch abgeklärt werden; ergänzend kann eine osteopathische Untersuchung hilfreich sein. - Durch bewusstes Atmen, langsames Gehen und das Spüren des Bodens findest Du zurück in Deinen Körper und kannst Deinem Baby präsenter zuhören. - Bei Überforderung ist eine sichere Unterbrechung wichtig: Lege Dein Baby auf den Boden, verlasse kurz den Raum und hole Dir Unterstützung durch eine Schreiambulanz oder körperorientierte Begleitung.

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Das Weinen eines Babys geht unmittelbar durch unseren Körper. Vielleicht kennst Du diese innere Alarmbereitschaft: Dein Baby verzieht das Gesicht, und schon hältst Du unbewusst die Luft an. Sofort beginnt die Suche nach einer Lösung. Tragen, wiegen, singen, Hüpfball, noch eine neue Strategie. Hauptsache, das Weinen hört auf.

Ich möchte Dir hier eine andere Perspektive schenken: Weinen ist zunächst die wichtigste Sprache Deines Babys. Manchmal erzählt es von einem schwierigen Start, einer belastenden Schwangerschaft, einer Trennung oder einer überwältigenden Geburt. Bevor wir diese emotionale Ebene betrachten, sollten mögliche körperliche Ursachen selbstverständlich medizinisch abgeklärt werden. Auch eine osteopathische Untersuchung kann sinnvoll sein.

Wenn körperlich alles in Ordnung ist, darfst Du Dich fragen: Kann ich meinem Baby zuhören, ohne sein Weinen sofort beenden zu müssen? Das gelingt nicht durch noch mehr Aktion, sondern durch die Rückkehr in Deinen eigenen Körper. Spüre Deinen Atem. Nimm den Boden unter Deinen Füßen wahr. Gehe langsam durch den Raum und beobachte jeden Schritt. Dein Baby darf weinen, während Du innerlich bei Dir und dadurch auch bei ihm bleibst.

Das ist keine leichte Aufgabe. Das Weinen kann alte Gefühle, unerfüllte Bedürfnisse, Wut oder Hilflosigkeit in uns berühren. Wenn Du merkst, dass Du die Kontrolle verlieren könntest, lege Dein Baby sicher auf den Boden und verlasse kurz den Raum. Abstand ist in diesem Moment Schutz, kein Versagen.

Du musst diese Erfahrung nicht allein tragen. Schreiambulanzen, körperorientierte Babytherapie und die Emotionelle Erste Hilfe können Eltern und Babys gemeinsam begleiten. Wenn Du selbst wieder Halt findest, kann Dein Baby an Dir andocken. So entsteht Verbindung, nicht durch Perfektion, sondern durch ehrliche, verkörperte Präsenz.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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Nimm dir die Unterstützung, die gerade zu dir und deiner Situation passt.