Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 48
Episode 048 – Eltern sein – Paar bleiben
Wenn ihr Eltern werdet, verändert sich alles. Das Familiensystem, die Rollen, der Alltag – und ganz schnell auch das, was zwischen euch als Paar passiert. In dieser Folge spreche ich über etwas, das mich als Fünffach-Mama selbst bewegt und das mir in meiner Praxis immer wieder begegnet: Wie bleibt man Paar, wenn man gerade dabei ist, Eltern zu werden?
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Wenn ein Baby geboren wird, entsteht nicht nur neues Leben, sondern ein ganzes Familiensystem ordnet sich neu. Aus einem Paar werden Eltern, aus Töchtern und Söhnen werden Mütter und Väter. Inmitten dieser tiefen Veränderung kann die Paarebene schnell leise werden.
Ich kenne das aus meinem eigenen Leben mit fünf Kindern und aus meiner Begleitung von Familien. Der Alltag fordert uns, ein Baby braucht Nähe, Schutz und Regulation. Nach einer belastenden oder traumatischen Geburt kommt häufig noch etwas hinzu: Der Schreck steckt im Körper, Gefühle wie Schuld, Scham oder Angst tauchen auf und beide Partner versuchen zunächst, irgendwie durch den Tag zu kommen. Dann fühlt sich Beziehung manchmal eher wie eine Wohngemeinschaft an.
Doch eure Paarbeziehung ist das Fundament eurer Familie. Paarzeit bedeutet dabei nicht, dass ihr sofort einen ganzen Abend ausgehen müsst. Vielleicht beginnt sie damit, euch auf der Couch aneinanderzukuscheln, gemeinsam etwas Leckeres zu essen oder bei einem Spaziergang bewusst miteinander zu sprechen. Entscheidend ist nicht die Größe des Zeitfensters, sondern eure Haltung: Wir sind Eltern und wir bleiben ein Paar.
Auch Sexualität darf nach einer belastenden Geburt behutsam betrachtet werden. Wenn Berührung Angst auslöst oder Nähe schwerfällt, ist das keine persönliche Zurückweisung. Es kann ein Schutzmechanismus sein, weil der Körper noch keine Sicherheit empfindet. Ihr müsst diesen Weg nicht allein gehen.
Hier stelle ich euch außerdem die Dyade vor, eine wertfreie Gesprächstechnik aus der Paartherapie. Dabei spricht jeder mehrere Minuten zu einer Frage, während der andere lediglich zuhört. Ohne Bewertung, ohne Diskussion, ohne spätere Vorwürfe. So kann ein Raum entstehen, in dem ihr euch selbst tiefer spürt und einander wirklich wahrnehmt.
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Wenn ihr Eltern werdet, verändert sich alles. Das Familiensystem, die Rollen, der Alltag – und ganz schnell auch das, was zwischen euch als Paar passiert. In dieser Folge spreche ich über etwas, das mich als Fünffach-Mama selbst bewegt und das mir in meiner Praxis immer wieder begegnet: Wie bleibt man Paar, wenn man gerade dabei ist, Eltern zu werden?
Das Paar ist das Fundament der Familie. Ohne euch als liebevolles Duo gäbe es diese kleine Familie gar nicht. Und trotzdem rutscht genau diese Ebene so schnell in den Hintergrund – besonders im ersten Jahr, und ganz besonders dann, wenn die Geburt belastend war.
Ich rede heute darüber: Warum die Paarebene nach schwierigen Geburtserfahrungen besonders leidet Was Traumafolgesymptome mit dem Körperkontakt und der Sexualität machen – und was das für euren Partner bedeutet Warum „irgendwann haben wir wieder Zeit" eine Falle ist Wie Paarzeit auch mit Baby wirklich aussehen kann (und nein, das Baby muss dafür nicht weg) Die Dyade – eine einfache Gesprächstechnik aus der Paartherapie, die ihr heute Abend auf der Couch ausprobieren könnt Meine Überzeugung: Bedürfnisorientiert zu leben bedeutet, dass alle in der Familie Bedürfnisse haben – auch ihr. Und wenn ihr als Paar stark seid, seid ihr es als Eltern erst recht. Ihr seid nicht nur Eltern.
Ihr seid auch noch immer Paar. Und das darf gepflegt werden! Nicht irgendwann, sondern jetzt, in dem Leben, das ihr gerade habt.
Wenn du dir Begleitung wünschst, kannst du gerne ein kostenloses Erstgespräch vereinbaren. Diese Folge ist eine der letzten im Bindung-von-Anfang-an-Podcast. Wenn du mehr zum Thema Folgeschwangerschaft und Geburtstrauma erfahren möchtest, komm rüber in den Geburtshelden-Podcast .
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Hallo und herzlich willkommen, du liebe, dass du hier bist in dem Bindung von Anfang an Podcast. der Podcast, der sich mit den psychologischen Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit beschäftigt und vor allem natürlich damit beschäftigt, wie wir sichere Bindung von Anfang an gestalten können. Mein Name ist Annabel Galz, ich bin Geburtspsychologin und ja, bin dabei, diesen Podcast ein Stück weit abzurunden. Das werden hier die letzten Folgen so langsam werden. Wenn du aber mehr zum Thema Folgeschwangerschaft und Geburtstrauma erfahren willst, dann komm in den Geburthelden Podcast. Heute habe ich euch ein Thema mitgebracht, was natürlich auch uns als fünfffach Eltern betrifft, nämlich Eltern sein und Paar bleiben.
Das ist ein Thema, was alle Familien betrifft, jedenfalls die, die ich kenne und natürlich vor allem auch die, die ich begleite nach schwierigen Geburtserfahrungen, nach belastenden Vorerfahrungen. Wenn man Eltern wird, ist das schon ja, muss ich euch jetzt nicht sagen. ist eine wirklich wirklich sehr besondere Situation, eine sehr besonderer Lebensveränderung, die hier von Statten geht. Das hat was damit zu tun, dass man eben auch sich in der Rolle des eigenen Familiensystems ja weiterentwickelt. Man tritt ein Stück weit aus der Tochterrolle heraus, um einfach ja Platz zu haben für die neue Mutterrolle und genauso natürlich auch die Väter. Also, es verändert sich alles im System. Die eigene Mutter wird zur Großmutter gemacht, der Vater zum Großvater. Geschwister, die eigene Geschwister werden zu Tanten und Onkels. Es kommt ein neuer Mensch und der braucht eben seinen Platz.
Und das ist immer diese diese systemische Sichtweise auch. Alles was seinen Platz hat auch gut und ja verstaut sozusagen. Ich stell mir das immer so ein bisschen vorwes Billy Regal, was jeder hat und hier kann man all seine Lebens Dinge einsortieren und da ist eben auch ein Fach drinne, weil man Tochter ist, ein Fach drinne, weil man Mutter ist, eben aber auch, weil man Ehefrau ist. ähm Dinge, die man erlebt hat, schöne Geburten, schwierige Geburten, Fehlgeburten. Jetzt mal das nur zu diesem Kontext und natürlich hat das Leben noch sehr viel mehr im Gepäck, was du ja schon an deinem Lebensrucksack mit dir trägst. Ich sag den paaren immer, es ist so und das ist jetzt auch nichts Neues oder von mir erfundenes. Wir als Eltern, wir als Paar stellen ja das Fundament für diese Kleinstfilie da. Also ohne uns als liebendes Paar würde es diese Familie nicht so geben, ne?
Also das Kind ist ja im besten Falle einfach auch aus dieser Liebe entstanden und dazuekommen noch noch mehr. Man ist noch mehr geworden als Paar. Und trotzdem ist es unglaublich wichtig, wenn man Eltern geworden ist, dass man eben diese Paarebene nicht völlig vergisst oder nicht zu sehr unterordnet der Elternebene. Das kann schnell passieren, weil das Leben und der Alltag mit Kindern einfach auch ja ein Stück weit herausfordernd ist. Und gerade im ersten Jahr, wo die Babys auch zu 98% die Mama brauchen, der Papa, ja, der wird dann immer wichtiger im Sinne von Exploration, also raus in die Welt, dass er ihn alles zeigt, die Neugierde befriedigt und die Mutter dann noch der sichere Hafen ist, wo man immer wieder zurückkehrt. Aber das ist einfach ähm ja, es ist viel gerade das erste Jahr.
Man wird einfach viel gebraucht und die eigenen Bedürfnisse müssen auch in dieser Zeit ein Stück weit zurücktreten, weil einfach ein Baby ja auf uns angewiesen ist, absolut hilflos und auf uns angewiesen ist. Und weil man wir uns da gut kümmern können, ist das natürlicherweise so, dass wir nicht so leben können wie vorher und dass wir vielleicht ein Stück weit auch nicht alle Bedürfnisse immer so erfüllt bekommen, wie wir uns das wünschen würden. Und das ist auch erstmal okay. Was ich erlebe in meiner Praxis ist, dass gerade auch Paare nach belastenden Geburserfahrungen, wo der Staat ins Familienleben dann noch zusätzlich erschwert ist, dadurch, dass man eben ja mal ein Trauma erlebt hat oder eben einfach geschockt ist von dem, was man erlebt hat und das halt sehr ja belastend ist eigentlich ein sehr gutes Wort dafür.
Dann ähm rutscht die Paarebene häufig noch viel tiefer, weil jeder einzelne erstmal mit sich beschäftigt ist zu schauen, was ist da passiert, wie geht's mir damit oder überhaupt mit diesen Gefühlen, die dann einfach da sind, ohne dass man sich mit denen konfrontieren möchte, umzugehen gleichzeitig häufig eben auch die Väter oder Partner Partnerinnen, die dann erstmal alles auffangen müssen, weil die Mutter mit dem Erlebten eben sehr schwer zurechtkommt, schwer in die Mutterrolle eventuell reinfindet, körperlich vielleicht auch da nicht so mitmachen kann, wie geplant oder gewünscht. Und all das sorgt dann dafür, dass äh Partner Partnerinnen vieles übernehmen, gerade so in den ersten Monaten, aber eben manchmal auch das ganze erste Jahr, je nachdem, wie viel Hilfe eine kleine Familie eben auch bekommt und annehmen kann von außen.
Und das ist eine wirklich besondere Herausforderung, gerade wenn die Geburt schwierig war und man hat sich ja was vorgestellt, wie man als Eltern jetzt mit seinem Baby sein wird. Ähm, das rosa Wochenbett, was sich viele vorstellen, dass das alles wunderschön und kuschelig ist und dann die Realität einträgt. die Frau zu Hause sitzt und weint über das, was ihr geschehen ist oder über das, was sie erlebt hat oder eben über das, was sie nicht erleben konnte und das Baby eventuell ein Schreibaby ist, ein sogenanntes oder Heinedit Kind, weil es eben auch das erlebt hat, was es erlebt hat oder nicht erleben konnte und sich da nur so ausdrücken kann. Ja, und dann eben Partner Partnerin das auffangen müssen und ähm da auch natürlich auch Irritationen entstehen können im Sinne von oh mein Gott, so haben wir uns das gar nicht vorgestellt, ne?
Und das ist dann häufig auch ein großes Thema im Sinne von das, was man sich äh gewünscht hat, ist nicht eingetreten. Und das fühlt sich teilweise wie versagen an oder wie ähm das wurde mir genommen, Schuldgefühle, Schamgefühle, die damit reinspielen und dann wird das Familienleben doch schnell recht anstrengend. Es ist klar, dass in so einer Situation ähm ja, wie gesagt, nicht unbedingt jetzt ähm wir machen Paarzeit und wir lassen es uns richtig gut gehen dran ist, sondern man kann sich das gut vorstellen. Es geht da drum zu schauen, wie kann man jetzt dem Kind das Leben wieder erleichtern, wie kommen wir da aus dieser Negativspirale raus von das Kind weint, alle sind schon getriggert und total gestresst und das stresst das Kind wiederum und das beeinflusst den Schlaf und alles. Ja, das sind dann so Abwärtsspiralen, die entstehen können.
Das könnt ihr auch in anderen Folgen bei mir nachhorn, gerade auch was ähm das Schreien angeht. Und wenn man äh damit beschäftigt ist, immer zu gucken, oh, wie kommen wir aus unseren Negativspiralen raus, wie kommen wir, wie können wir es dem Kind wieder erleichtern, wie können wir uns jedem einzelnen überhaupt das Leben wieder ja ähm gestalten, kann man sich vorstellen, dass die Paarebene nicht viel Raum bekommt. Und das ist total schade und natürlich auch ein Stück weit fatal, weil ohne die Paarebene, wie gesagt, diese Familie kein Fundament hat. Es rutscht so alles auseinander und dann kann sich das manchmal anfühlen, als würde man wie in einer WG wohnen. So, das ist mein Begriff dafür. Vielleicht habt ihr da auch einen anderen dafür. Wir kennen das auch mit den fünf Kindern.
Ihr könnt es euch vorstellen, so ein Alltag, wenn dann auch noch jeder Termine hat und Hobbys und Bedürfnisse und ähm eigene Bedürfnisse [räuspern] ja auch noch mit reinspielen, dann ist nicht immer so viel Zeit und dann gibt's z.B. Phasen, wo man merkt, okay, fühlt sich an wie WG, müssen mal wieder was tun, um das äh nicht weiter ein, dass es sich nicht weiter einschleicht. Genau. Da kann man schon von Anfang an im Grunde schon in der Schwangerschaft schauen, wie wollen wir das gestalten, wie können wir die Zeiten uns wirklich geben und teilweise eben auch nehmen. Na und das ist natürlich im im ersten Jahr noch mal ganz anders als dann, wenn das Kind 3 4 Jahre alt ist, in den Kindergarten geht. Es ist aber wirklich wirklich schade. Ich erlebe es aber häufig, dass Paare aufhören Paarzeit zu genießen, weil einfach immer keine Zeit ist, gefühlt jedenfalls.
Und das ist aber im Grunde so der Anfangsgedanke, der später nicht wirklich erfüllt wird, weil der Gedanke ist dann ja, irgendwann haben wir wieder Zeit, aber jeder, der Kinder hat weiß, das wird irgendwie nicht mehr Zeit, auch wenn die dann in den Kindergarten gehen und ja, natürlich verschiebt sich da ein bisschen was in den Zeitraum, aber dann geht man wieder arbeiten und das macht man nicht unbedingt mit seinem Mann und dann kommt man nach Hause. Und dann ist man auch erschöpft und dann muss man sich die Zeiten auch wieder freischaffeln. Also es wird nicht unbedingt leichter bzw. es wird auch nicht schwerer. Das hat was mit einer sehr bewussten Entscheidung zu tun und mit einer bewussten Haltung von wir sind äh super gerne Eltern und um das sein zu können, ähm sind müssen wir auch paar sein können, weil ja wie können wir sonst Eltern sein? Genau.
Und ein schönes Argument, was viele Frauen sehr schnell nachvollziehen können, ist, dass ihr ja auch als Paar ein Vorbild seid, ne? Ihr seid zusagen das Prototyp Pärchen Beziehungsvorbild für euer Kind. Und wenn man dann fragt, was würdest du denn deiner Tochter oder deinen Sohn eben wünschen in der Situation angenommen, du hättest eine Tochter und die hat eine schwere Geburt erlebt und ähm ja, würde sich Hilfe wünschen. Was was würdest du ihr sagen? würdest du dann sagen, nein, da musst du jetzt alles alleine durch und ähm keine Hilfe und mit deinem Mann, das ist jetzt nicht so wichtig oder so, sondern was würdest du ihr wünschen, wie sie da durch äh kommt, wie sie das bearbeiten kann, wie sie da als Frau, als Geliebte und so weiter ähm leben kann.
Und das ist dann häufig natürlich der Wunsch, ähm, dass natürlich man sich als Paar auch Zeiten nehmen darf, auch äh wenn die Kinder das nicht immer so ganz, soll ich sagen, im ersten Moment verstehen oder oder so ganz gut mitmachen. Das hat was mit Übungen zu tun, ne? Also, wir reden ja jetzt nicht davon, dass dass ihr jetzt jeden Tag 5 Stunden weg seid oder jede Woche eine Nacht oder irgendsowas, sondern man muss es immer wieder anpassen im Babyalter, dann ist es halt eher während des Nachmittagsspaziergangs, dass die Oma eher den Nachmittagsspaziergang mal übernehmen kann und man zusammen Kaffee trinken geht und einfach nur irgendwas redet, nicht über die Kinder oder mal Dinge wieder bespricht, wo man schon lange gedacht hat, boah, das wollten wir doch mal organisieren und klären und keiner sonst will und je älter die Kinder werden, genau, dann können sich die Zeiten wieder verhinden.
Dann kann man auch mal abends weggehen oder dann tatsächlich irgendwann auch mal vielleicht ein ganzen Tag in die Terme oder eben mal von der Nacht. Das passt man natürlich immer individuell an sein Familienleben an, das ist klar. Es macht aber Sinn, es von Anfang an zu etablieren und zu tun. Und wenn es die ersten Monate so ist, dass man es eben macht, wenn das Baby schläft und man sich auf der Couch einfach zusammenkuschelt und keine Ahnung den Lieblingsfilm schaut oder das beim Lieblingsitaliener bestellt oder wie auf ein Mann und das Kind nicht äh abgegeben, sondern nur schlafen daneben liegt, dann ist das auch okay. Ähm, es geht mir viel mehr um dieses bewusste Miteinander, sich als Paar zu erleben, dass die Frau sich auch wieder als Frau, als Geliebte, als ähm ja, attraktiv und so weiter erleben kann, weil das einfach auch wieder Energie gibt.
Und wenn man das von Anfang an beibehält und sich immer wieder vorholt und diese Paarebene immer wieder lebt, dann ist es auch was, was euch euer ganzes ähm Ehe oder Beziehungsleben tragen wird. Es ist dann nichts, was ihr nach 3 vi Jahren, wenn das Kind dann in den Kindergarten geht, euch irgendwie wieder erarbeiten müsst. Das macht, es ist nämlich unglaublich viel anstrengender, als wenn man es sowieso lebt und die Haltung hat von sowohl als auch. Ähm ja, ich weiß, diese Bedürfnisorientierte Babble und die wurde ja jetzt auch schon genügend zerrissen und immer wieder auf die ähm vielleicht nicht so ganz positiven Umsetzung hingedeutet. Ich will es noch an dieser Stelle einmal erwähnen.
Für mich bedeutet Bedürfnisorientiertes Familienleben, dass ja alle ihre Bedürfnisse haben und dass das auch eine Berechtigung hat und dass da immer mal wieder ähm Zeiten sind, wie gesagt, wo das nicht in ganz im Balance sein kann, ist klar, aber wenn man es immer wieder in Blick hat und schaut und merkt auch für sich, boah, das war jetzt wieder eine Phase, da bin ich völlig untergegangen selbst. Jetzt brauche ich mal wieder was, um mal wieder Luft zu holen, um Energie zu tanken, um meine Ressourcen aufbauen zu können. Dann kann man das auch wieder in Balance bringen und dann hat man auch wieder viel mehr Kraft, wenn wieder eine Phase kommen, wo die Kinder krank sind und man halt logischerweise zurück ähm stecken muss, ne, wo das andere Bedürfnis einfach überwiegt. Und genauso ist es eben auch mit dem Paar sein.
Und ich weiß, dass auch gerade das Thema Sexualität nach belastenden Geburten bzw. Also auch bei übergriffigen Erfahrungen in der Geburt einfach ein mega Thema ist und dem darf man sich dann auch natürlich gerne in Begleitung, also in in einer Begleitung, wo man mein Coaching oder Therapie geht, meine ich damit, ähm annähern und schauen, okay, was ähm brauche ich, damit ich mich wieder sicher fühle, wenn ich mich meiner Sexualität hingebe bzw. Weise wirklich ähm fallen lassen kann und auch wieder Frau sein kann. Das ist kann einfach ein Mega Thema sein, wenn da ähm ja nicht empathisch oder gewaltvoll gehandelt wurde in der Geburt, weil Geburt im Grunde natürlich der absolute Höhepunkt weiblicher Sexualität ist. Es gibt nichts ähm also gibt nichts weiblicheres als das. Ich kann es nicht anders formulieren.
Und das ist natürlich auch ein sehr empfindlicher Moment, ne? was das Thema, wer bin ich als Frau und ähm wie kann ich meinen Körper und alles spüren, leben zulassen, mich fallen lassen, vertrauen und wenn da Vertrauen zerstört wurde, dann ist das auch ein Thema, wo man hinschauen darf, wie kann ich das wieder aufbauen und das muss man nicht alleine schaffen. Also, das noch mal ganz wichtig, sollte nicht taboisiert werden. Ähm, ich kläre immer auch gerne die Männer mit auf in der Aufarbeitung nach solchen Geburtsgeschichten, einfach weil ich weiß, dass da Irritationen sind, dass Partner Partnerin denkt, was ist denn los? Es ist doch jetzt alles gut, die Geburt ist vorbei, alles ist irgendwie noch mal gut ausgegangen und die dann denken, dass die Frau äh wie ihre Persönlichkeit verändert hat.
Das Thema ist aber weniger, dass jetzt auf einmal die Frau jemand anders ist, sondern das Thema und das kennt halt niemand in unserer Gesellschaft, weil da einfach keine Ausbildung zu da ist in breitere. ähm, dass wir einfach nicht die Traumfolgesymptome kennen. Und eine Frau, die Körperkontakt ablehnt, obwohl sie das früher äh sehr gemocht hat, dann können wir davon ausgehen, dass hier gerade noch was nicht aufgelöst ist und sie sich nicht sicher fühlt, weil ja, das erlebte einfach noch wie ein Schreck im Körper steckt. Es ist manchmal auch die Panik davor. Man könnte wieder schwanger werden und noch mal so eine Nahtoderfahrung machen. Für viele Frauen sind traumatische Geburten wie Nahtoderfahrungen, ne? Aber es ist geht halt in Geburt ganz schnell um existentielle Themen. Das ist ja auch klar.
Geburt ist immer ja ein Tor zum Leben und zum Tode und das ist so ein bisschen oder wie hat eine Kollegin von mir gesagt, gesagt, es muss immer ein bisschen fühlt sich an als müsste etwas in einem sterben, um Platz zu machen, dass dass da neues Leben kommen kann, ne? Weil man muss ein Stück von sich aufgeben können, um diesen Prozess überhaupt zulassen zu können. Auch äh mental, emotional, nicht nur körperlich ist das gemeint. Und von daher ja kann das auch große Ängste auslösen und Sexualität. Das hat eben im Grunde ja zu diesem Ereignis Gefühding, wenn das als sehr negativ abgespeichert ist, dann sind das Schutzmechanismen, die dann greifen.
Und wenn dann Partnerpartnerin sowas verstanden haben und wissen, okay, das ist gar nicht jetzt die Persönlichkeit von meiner Frau, sondern das ist eine Folge von dem, was sie erlebt hat und ja, das Paar gemeinsam und die Frau für sich daran arbeitet, dann kann das auch wieder neu erblühen und ja, auf jeden Fall wiederkmen. sag nicht so gerne heilen, weil das ist, ich weiß, dieser Begriff, der macht unglaublich viel Druck. Also einerseits Hoffnung und Freude, andererseits Druck, weil was heißt schon heilen? Heißt das, ich bin dann einfach wieder so wie vorher und heile und ganz und das wird es ja nie geben, weil wir können nie wie vorher irgendwie sein, ne? eigentlich, wenn wir so eine Lebensveränder verändernde Erfahrung gemacht haben, dann sind wir weiter. Wir haben echt was erlebt und gelernt. Genau.
Und das ist auch wieder dann so so eine so ein Thema als Paar zu schauen, ähm wie kommunizieren wir da drüber? Können wir da also sind wir in die gehen wir in die gleiche Richtung, ne? Also wo entwickelt sich jeder hin und entwickeln sich beide gemeinsam? Genau. Ich möchte euch eine kleine Technik mitgeben. Das ist die sogenannte Diade. Das ist aus der Paartherapie, ein Gesprächstechnik. Wenn ihr Lust habt, probiert ihr die mal gemeinsam aus. Das ist ähm also im Grunde ein eine Technik, damit jeder mal reden kann über ein Thema, was euch beschäftigt, der andere wirklich wertfrei zuhört und es keine Kommentare danach gibt. Also, man redet danach nicht über das, was gesagt wurde. Ich sage euch mal so einen klassischen Aufbau. Man würde sich drei Fragen überlegen, ne, die euch sehr beschäftigen, sagen wir mal zum Thema Geburt.
Ähm, könnte die Frage heißen, die erste: Was heißt für dich Geburt? Oder was ist Geburt für dich? Die zweite könnte heißen, wovor hast du Angst? Also zum Thema Geburt. Und die dritte, ähm was bereitet dir Freude? Also, wenn du daran denkst und für jede Frage würde ich bei Anfängern immer sagen, hat jeder 3 Minuten Zeit. Und dann macht man die erste Frage. Man sitzt ähm möglichst auch wertfrei auch von der Körperhaltung her gegenüber voneinander und einer stellt die Frage und achtet auf die Zeit und der andere redet einfach 3 Minuten lang. Und das Spannende ist, man denkt ja, nach 30 Sekunden habe ich alles gesagt. Man muss auch nicht ganz so sel, man kann auch einfach Stichworte, Bilder, egal was.
Und das Schöne ist, wenn man sich so vertieft in so eine Frage, dann merkt man irgendwann kommen Dinge hoch, die man jetzt selber gar nicht erwartet hat, wo man sagt, ach ja, interessant, dass ich das jetzt gesagt habe, dass ich das denke, weil man tiefer und tiefer und tiefer geht, weil man irgendwann denkt, man hat keine Idee mehr und dann kommen Pausen und wenn eine Pause ist, wiederholt der Partner einfach nur die Frage mehr nicht. Kein Lächeln, kein Nicken, nichts bejahendes, nichts kein Augenrollen, kein Kopf schütteln, nur zuhören 3 Minuten lang und dann ist der Wechsel von der ersten Frage. Dann stellt der andere die Frage und dann wird geredet und dann kommt die zweite Frage und es geht wieder hin und her und dann kommt die dritte Frage und es geht wieder hin und her und danach geht man auseinander.
Und dann hat man wirklich mal erstens die Möglichkeit gehabt bei sich selber tiefer zu erforschen. Was kommen denn da vielleicht für Glaubenssätze, von denen ich selber vielleicht auch überrascht bin, dass sie da sind und man hat die Möglichkeit den anderen dabei mal wirklich wahrzunehmen und man der erwartet ja auch keine Antwort. Also es ist wirklich erwartungs und wertfrei und ganz wichtig nicht dann irgendwie ein Tag später sag, also weißt du was du da aber gesagt hast, ne so zu dem Thema Geburt, das fand ich jetzt aber irgendwie schräg, also das hät ich ja nicht gedacht, sondern es geht wirklich darum mal den anderen in dem Thema wahrzunehmen und zwar ganz ähm offen und ehrlich. Genau. Also, wenn ihr Lust habt, probiert ihr das gerne mal aus abends auf der Couch oder macht euch gemütlich. Ja, schaut einfach, dass ihr einfach ähm wirklich auch ein Ende findet.
Man kann das auch steigern, man kann auch sagen 5 Minuten pro Frage. Ähm, also so in klassischen paartherapien habe ich gehört, machen die das auch teilweise 10 Minuten. Das finde ich immer schon wirklich wirklich lang. Ähm, genau. Das muss ja nicht sein. Könnt ihr aber spielerisch natürlich ein bisschen ausprobieren und kann man auch natürlich mit verschiedenen Lebensthemen machen. Das muss jetzt nicht nur die Elternschaft oder das Paar sein betreffen. Gut, ihr Lieben, es freut mich, dass du dabei warst heute bei dieser Folge und ich wünsche dir jetzt noch eine wunderbare Zeit und Inspiration. Wenn du dir Begleitung wünscht, dann kannst du gerne ein kostenloses Erstgespräch vereinbaren und wir schauen, was du brauchst und ich kann dir meine Begleitung sehr genau erklären und deine Fragen beantworten. Also in diesem Sinne, mach es gut und bis bald. Ciao.