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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 48

Episode 048 – Eltern sein – Paar bleiben

Wenn ihr Eltern werdet, verändert sich alles. Das Familiensystem, die Rollen, der Alltag – und ganz schnell auch das, was zwischen euch als Paar passiert. In dieser Folge spreche ich über etwas, das mich als Fünffach-Mama selbst bewegt und das mir in meiner Praxis immer wieder begegnet: Wie bleibt man Paar, wenn man gerade dabei ist, Eltern zu werden?

Dauer: 25:39 Minuten
28.05.2026

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- Die Paarbeziehung bildet das Fundament der Familie und braucht auch im fordernden Alltag bewusste Aufmerksamkeit. - Paarzeit darf klein beginnen: Entscheidend sind Verbindung, Präsenz und ein bewusstes Miteinander. - Schwierigkeiten mit Nähe oder Sexualität können nach einer traumatischen Geburt körperliche Schutzreaktionen sein und sollten nicht als Zurückweisung verstanden werden. - Die Dyade ermöglicht wertfreies Zuhören und hilft Paaren, Gefühle, Ängste und innere Überzeugungen tiefer zu erkunden.

Artikel zur Podcastfolge

Wenn ein Baby geboren wird, entsteht nicht nur neues Leben, sondern ein ganzes Familiensystem ordnet sich neu. Aus einem Paar werden Eltern, aus Töchtern und Söhnen werden Mütter und Väter. Inmitten dieser tiefen Veränderung kann die Paarebene schnell leise werden.

Ich kenne das aus meinem eigenen Leben mit fünf Kindern und aus meiner Begleitung von Familien. Der Alltag fordert uns, ein Baby braucht Nähe, Schutz und Regulation. Nach einer belastenden oder traumatischen Geburt kommt häufig noch etwas hinzu: Der Schreck steckt im Körper, Gefühle wie Schuld, Scham oder Angst tauchen auf und beide Partner versuchen zunächst, irgendwie durch den Tag zu kommen. Dann fühlt sich Beziehung manchmal eher wie eine Wohngemeinschaft an.

Doch eure Paarbeziehung ist das Fundament eurer Familie. Paarzeit bedeutet dabei nicht, dass ihr sofort einen ganzen Abend ausgehen müsst. Vielleicht beginnt sie damit, euch auf der Couch aneinanderzukuscheln, gemeinsam etwas Leckeres zu essen oder bei einem Spaziergang bewusst miteinander zu sprechen. Entscheidend ist nicht die Größe des Zeitfensters, sondern eure Haltung: Wir sind Eltern und wir bleiben ein Paar.

Auch Sexualität darf nach einer belastenden Geburt behutsam betrachtet werden. Wenn Berührung Angst auslöst oder Nähe schwerfällt, ist das keine persönliche Zurückweisung. Es kann ein Schutzmechanismus sein, weil der Körper noch keine Sicherheit empfindet. Ihr müsst diesen Weg nicht allein gehen.

Hier stelle ich euch außerdem die Dyade vor, eine wertfreie Gesprächstechnik aus der Paartherapie. Dabei spricht jeder mehrere Minuten zu einer Frage, während der andere lediglich zuhört. Ohne Bewertung, ohne Diskussion, ohne spätere Vorwürfe. So kann ein Raum entstehen, in dem ihr euch selbst tiefer spürt und einander wirklich wahrnehmt.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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