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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 5

Episode 005 – Haptonomie

Heute geht es um die Lehre der Berührung, der „Haptonomie“. Und damit ist nicht nur die körperliche, sondern auch die emotionale, innere Berührung gemeint. Ich erzähle euch von meiner Erfahrung dieser Form der Schwangerschaftsbegleitung und warum sie ideal für die Geburtsvorbereitung war.

Dauer: 20:04 Minuten
16.11.2018

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Das nimmst du mit

- Haptonomie verbindet körperliche Berührung mit einer bewussten, emotionalen Einladung an das ungeborene Kind. - Regelmäßiger Kontakt über Hände und sanfte Bewegungen kann dem Baby Sicherheit, Halt und Orientierung vermitteln. - Die in der Schwangerschaft geübte Verbindung kann helfen, auch während der Geburt im Kontakt mit dem eigenen Körper und dem Baby zu bleiben. - Haptonomische Übungen sind Angebote, keine Pflicht: Mutter, Kind und Partner dürfen jederzeit ihren eigenen Bedürfnissen folgen.

Artikel zur Podcastfolge

Manchmal beginnt Verbindung nicht mit Worten, sondern mit einer Hand auf dem Bauch. Hier nehme ich dich mit in meine persönliche Erfahrung mit der Haptonomie, der Lehre von der körperlichen und emotionalen Berührung.

Während meiner Schwangerschaft machte ich gemeinsam mit meinem Mann eine haptonomische Begleitung. Dabei lernte ich, unser Baby nicht einfach nur zu berühren, sondern es innerlich einzuladen: in meine Hand, in die Hand seines Papas und in einen bewussten Kontakt mit uns. Was zunächst unscheinbar klang, wurde zu einem berührenden Spiel. Unser Kind begann tatsächlich, auf unsere Hände zu reagieren und sich ihnen zuzuwenden.

Babys sind im Mutterleib ununterbrochen von Berührung umgeben. Das Fruchtwasser und die Gebärmutter schenken ihnen Begrenzung, Halt und Orientierung. Über ihre empfindsame Haut nehmen sie Kontakt auf. Genau hier setzt die Haptonomie an: Sie stärkt die Beziehung zwischen Mutter, Vater und Kind und lässt Sicherheit körperlich erfahrbar werden.

Für mich war besonders wertvoll, diese Verbindung im Alltag immer wieder bewusst zu spüren. Eine Hand auf meinem Bauch erinnerte mich: Ich bin nicht allein. Mein Baby ist da, und wir gehen diesen Weg gemeinsam. Diese innere Haltung konnte ich auch während der Geburt abrufen. Ich begleitete mein Kind mit meiner Hand, meiner Aufmerksamkeit und der Einladung, tiefer zu kommen.

Haptonomie ist dabei kein festes Programm und keine Leistung, die du erfüllen musst. Sie ist ein Angebot. Du darfst fühlen, was dir und deinem Baby guttut. Es geht nicht darum, alles richtig zu machen, sondern darum, präsent zu sein, zuzuhören und Vertrauen in euren gemeinsamen Weg zu entwickeln.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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