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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 3

Episode 003 – Oxytocin

Oxytocin ist ein wahres Wunder-Hormon. Und wenn wir von Bindung sprechen, dann lohnt es sich dieses besondere Hormon anzuschauen. Daher widme ich ihm gleich zu Beginn des Podcasts eine eigene Folge. Wann immer unsere Haut berührt wird, schütten wir Oxytocin aus. Es macht, dass wir uns wohl und geborgen fühlen. Wir fühlen uns geliebt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Oxytocin sowohl in der Liebesnacht ausgeschüttet wird, wie auch während der Geburt maßgeblich für die Wellen-Tätigkeit ist. Danach ist es wichtig für die Mutter-Kind-Bindung. Doch auch, wenn wir uns selbst berühren, bei einer schönen Gesichtsmassage z.B. können wir für die Ausschüttung von Oxytocin sorgen. Wie du das schüchterne Hormon hervorlocken kannst und wie es dir im Kontakt mit deinem Kind hilft, erfährst du in dieser Folge. Im Springer Spectrum ist dazu 2016 folgendes Buch erschienen: „Oxytocin, das Hormon der Nähe: Gesundheit – Wohlbefinden – Beziehung“ von Kerstin Uvnäs Moberg und im deutschen von Uta Streit und Fritz Jansen. Bitte bewerte meinen Podcast jetzt auf iTunes. Ich freue mich über jede Bewertung, denn damit hilfst du mir sehr weiter! Vielen Dank! Hier findest du meine Webseite:

Dauer: 8:23 Minuten
16.11.2018

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Das nimmst du mit

- Oxytocin wird bei Berührung, Sexualität, Geburt, Stillen und emotionaler Bindung ausgeschüttet. - Sicherheit, Geborgenheit und das Gefühl, gehalten zu sein, unterstützen die Ausschüttung von Oxytocin. - Angst, Sorge und Stress können die natürlichen hormonellen Abläufe während der Geburt beeinträchtigen. - Schwierigkeiten beim Stillen können auch mit belastenden Erfahrungen, aktuellen Lebensumständen oder früheren Bindungserfahrungen zusammenhängen.

Artikel zur Podcastfolge

Oxytocin wird oft als Liebes-, Kuschel- oder Glückshormon bezeichnet. Für mich ist es jedoch viel mehr als ein schöner Begriff: Es ist ein wichtiger Begleiter durch einige der intensivsten und verletzlichsten Erfahrungen unseres Lebens.

Unser Körper schüttet Oxytocin bei liebevoller Berührung aus, beim Hautkontakt mit einem anderen Menschen, aber auch dann, wenn wir uns selbst achtsam massieren. Es wirkt in der Sexualität, unterstützt während der Geburt die Wehentätigkeit und lässt beim Stillen die Milch fließen. Immer geht es dabei um Nähe, Hingabe und Beziehung.

Doch Oxytocin braucht einen geschützten Raum. Wenn Angst, Sorge oder Stress entstehen, reagiert unser Körper mit Stresshormonen. Dann kann es schwerer werden, loszulassen und sich dem natürlichen Prozess anzuvertrauen. Gerade während einer Geburt bedeutet Sicherheit für jede Frau etwas anderes. Eine Mutter fühlt sich vielleicht zu Hause am geborgensten, eine andere im Geburtshaus und eine dritte in einer Klinik, in der medizinische Hilfe unmittelbar erreichbar ist. Es gibt nicht den einen richtigen Geburtsort. Entscheidend ist, wo du dich sicher genug fühlst, um Kontrolle abzugeben.

Auch beim Stillen können innere Erfahrungen spürbar werden. Die große körperliche Nähe, die ein Baby braucht, kann wunderschön sein und zugleich alte Bindungs- oder Kindheitserfahrungen berühren. Wenn das Stillen schwierig ist, bedeutet das nicht, dass du versagt hast oder dein Kind nicht liebst. Vielleicht zeigt dein Körper gerade, dass auch du Unterstützung, Entlastung und liebevolle Begleitung brauchst.

Ich möchte dich mit dieser Folge dazu einladen, Sicherheit nicht als Nebensache zu betrachten. Sie ist eine körperliche Grundlage für Bindung. Berührung, Geborgenheit und ein achtsamer Rahmen können dabei helfen, dass Oxytocin fließen und Nähe wachsen darf.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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