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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 19

Episode 019 – Nina Winner im Interview zum Thema „Geburtstrauma“

Nina Winner im Interview zum Thema „Geburtstrauma“ Diese Podcast-Folge wird mit dem Wissen und der Erfahrung der „Soul-Mama“ Nina Winner bereichert. Nina schildert uns ihre Erfahrungen zum Thema Traumaarbeit. Sie arbeitet schon lange sehr leidenschaftlich mit Frauen rund um die Themen, Geburt und Mutter-sein. Dabei macht sie viel Traumaarbeit, wovon sie hier berichtet. Ihr bekommt ein Verständnis davon, wie wertvoll die Körperarbeit in dieser Zeit ist. Ich wünsche euch ganz viel Spaß damit! kostenloses Webinar mit Nina Wimmer: "Wege aus dem Trauma"

Dauer: 31:20 Minuten
Zu Gast: Nina Winner
07.02.2019

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Das nimmst du mit

- Taubheit, fehlende Glücksgefühle oder Schwierigkeiten, Liebe zum Baby zu spüren, können nach einer traumatischen Geburt natürliche Schutzreaktionen des Nervensystems sein. - Körperorientierte Traumaarbeit kann über behutsame Bewegung, Zittern und Schütteln dabei helfen, gebundene Überlebensenergie wieder ins Fließen zu bringen. - Nicht das Geburtsereignis allein entscheidet über ein Trauma, sondern das individuelle Erleben von Hilflosigkeit, Erstarrung und Grenzverletzung. - Selbstanbindung bildet eine wichtige Grundlage für die Verbindung zum Baby: Wer sich selbst wieder spüren lernt, kann auch die Signale des Kindes leichter wahrnehmen.

Artikel zur Podcastfolge

Nach einer überwältigenden Geburt fühlen sich viele Frauen wie abgeschnitten: vom eigenen Körper, vom Baby, von ihrer Freude und manchmal sogar von sich selbst. Genau darüber spreche ich hier mit Nina Winner, Emotional Coach für Frauen und Gründerin der Soul-Mama-Plattform.

Mir ist besonders wichtig, dass wir die Sprachlosigkeit rund um Geburtstrauma und Mutterliebe lösen. Wenn Du nach der Geburt nicht sofort Glück, Nähe oder tiefe Liebe spürst, bedeutet das nicht, dass mit Dir etwas falsch ist. Taubheit kann eine Schutzreaktion Deines Nervensystems sein. Die Verbindung zu Deinem Kind ist nicht verschwunden, sie kann lediglich unter Erschöpfung, Schmerz und überwältigenden Erfahrungen verborgen liegen.

Nina erklärt, warum sie in ihrer Arbeit zunächst beim Körper ansetzt. Statt Frauen erneut tief in die belastende Geschichte hineinzuführen, begleitet sie sie mit behutsamen Bewegungsabläufen zurück ins Spüren. Zittern, Schütteln, Weinen oder Kribbeln können Zeichen dafür sein, dass festgehaltene Überlebensenergie wieder in Bewegung kommt und abfließen darf.

Wir sprechen auch darüber, dass Trauma nicht allein durch das äußere Ereignis bestimmt wird. Entscheidend ist das innere Erleben: Konnte ich handeln, fliehen, mich wehren oder Unterstützung erfahren? Deshalb kann dieselbe Geburt von zwei Frauen völlig unterschiedlich erlebt werden.

Heilung bedeutet für mich nicht, dass alles wieder wie vorher werden muss. Es bedeutet, das Erlebte liebevoll in die eigene Lebensgeschichte zu integrieren, Grenzen neu wahrzunehmen und wieder Vertrauen in den Körper zu entwickeln. Auch die dunklen Gefühle im Wochenbett dürfen da sein. Wenn sie benannt und sicher begleitet werden, kann Schritt für Schritt wieder mehr Verbindung entstehen, zu Dir selbst und zu Deinem Baby.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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