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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 35

Episode 035 – Heultage, Babyblues und Postnatale Depression

Wenn nach der Geburt Tränen, Überforderung und tiefe Erschöpfung auftauchen, bedeutet das nicht, daß mit Dir etwas nicht stimmt. In dieser Folge zeige ich Dir, wie Du Heultage, Babyblues und postnatale Depression unterscheiden kannst.

Dauer: 22:55 Minuten
17.04.2020

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Das nimmst du mit

- Heultage und Babyblues können nach der Geburt durch hormonelle Veränderungen, körperliche Heilung, Abschied und emotionale Überforderung entstehen. - Das Wochenbett darf bereits in der Schwangerschaft vorbereitet werden, etwa durch klare Besuchsregeln und konkrete Hilfe im Alltag. - Wenn Niedergeschlagenheit, Angst oder Überforderung anhalten und den Alltag tiefgreifend bestimmen, sollte professionelle Unterstützung gesucht werden. - Frühe Hilfe durch Hebammen, therapeutische Fachpersonen, Krisengespräche oder Beratungsangebote kann entlasten und einer Verfestigung entgegenwirken.

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Das Wochenbett wird oft als rosarote Kuschelzeit beschrieben. Doch dann ist das Baby da, der Körper schmerzt, das Stillen braucht Geduld, der Haushalt bleibt liegen und selbst liebevoll gemeinter Besuch kann plötzlich zu viel sein. Vielleicht weinst Du, obwohl Du gleichzeitig unendlich dankbar und glücklich bist. Genau diese scheinbaren Widersprüche dürfen nebeneinander bestehen.

Hier spreche ich darüber, warum ein oder zwei Heultage nach der Geburt häufig ganz normal sind. Dein Körper stellt sich hormonell um, eine innere Wunde heilt und Du nimmst Abschied von der Schwangerschaft. Auch nach einer schönen Geburt kann Trauer auftauchen, denn mit diesem Kind wirst Du nie wieder schwanger sein. Nun beginnt etwas Neues, für Dich, Dein Baby und Eure gesamte Familie.

Ich möchte Dich darin bestärken, Dein Wochenbett bereits während der Schwangerschaft achtsam vorzubereiten. Überlegt gemeinsam, welche Besuche Euch guttun und wobei Familie oder Freunde wirklich helfen können. Vielleicht bringen sie Essen mit, gehen mit dem Hund hinaus oder kümmern sich um den Abwasch. Jetzt geht es darum, die Mutter zu bemuttern, damit sie in ihrer neuen Rolle ankommen kann.

Halten Niedergeschlagenheit, Angst und Überforderung jedoch länger an oder werden immer stärker, kann eine postnatale Depression dahinterstehen. Besonders belastende Geburtserlebnisse, frühere depressive Phasen oder große Veränderungen können das Risiko erhöhen. Du mußt das nicht allein aushalten. Sprich frühzeitig mit Deiner Hebamme, einer Therapeutin oder einer Beratungsstelle. Auch Onlinegespräche und Hausbesuche können eine wichtige erste Unterstützung sein.

Dein Wochenbett braucht keinen perfekten Ablauf. Es braucht Schutz, Nähe, Körperkontakt, Ruhe und Menschen, die Dich wirklich sehen. Hilfe anzunehmen ist kein Versagen, sondern liebevolle Fürsorge für Dich und Dein Baby.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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