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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 27

Episode 027 – Was machte eine Doula?

Viele fragen mich, wie denn eine bindungsorientierte Geburtsbegleitung aussehen könnte. Eine Möglichkeit möchte ich euch heute vorstellen: die Arbeit der Doula. Da ich auch als Doula arbeite und Frauen begleite, beantworte ich euch gerne in dieser Folge die Fragen: Was ist eine Doula? Wie arbeitet sie und was macht sie eigentlich?

Dauer: 14:55 Minuten
08.05.2019

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Das nimmst du mit

- • Eine Doula begleitet emotional und mental, übernimmt jedoch keine medizinischen Aufgaben und ersetzt keine Hebamme. - • Ruhe, Sicherheit und eine vertraute Begleitung können das Nervensystem beim Loslassen während der Geburt unterstützen. - • Praktische Hilfe wie Berührungen, Rebozo-Techniken, Nahrung oder Wasser ergänzt das schützende Dasein der Doula. - • Doulas begleiten unterschiedliche Geburtsformen, deshalb sind ein persönliches Kennenlernen und klare Absprachen besonders wichtig.

Artikel zur Podcastfolge

Vielleicht wünschst du dir für deine Geburt einen Menschen an deiner Seite, der dich bereits kennt. Eine Frau, die nicht medizinisch eingreifen muss, sondern einfach da ist, dir vertraut und den Raum für dich hält. Genau darin liegt für mich die besondere Kraft einer Doula.

Das Wort „Doula“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Dienerin der Frau“. Sie ersetzt keine Hebamme und übernimmt keine medizinischen Aufgaben. Vielmehr schenkt sie emotionalen Halt, strahlt Sicherheit aus und schützt die gebärende Frau möglichst vor störenden Einflüssen. Sie kann dich bereits in der Schwangerschaft kennenlernen, während der Geburt begleiten und auch im Wochenbett noch einmal für dich da sein.

Geburt braucht nicht immer mehr Tun. Oft braucht sie Ruhe, Hingabe und Vertrauen. Dein Körper öffnet sich während der Geburt auf einzigartige Weise. Gleichzeitig reagiert dein Nervensystem sehr fein auf Angst, Unsicherheit oder Druck. Stress kann den Körper in einen Kampf- oder Fluchtmodus versetzen, obwohl du für die Geburt eigentlich Schutz und Loslassen brauchst.

Eine Doula kann dabei helfen, deine persönliche „Geburtsglocke“ zu bewahren. Je nach Bedarf unterstützt sie dich mit Berührungen, Rückenmassagen, Rebozo-Techniken, Wasser, Nahrung oder kleinen Impulsen zur Schmerzerleichterung. Auch dein Partner kann durch sie entlastet und in die Begleitung einbezogen werden.

Für mich ist Doulabegleitung eine Begegnung von Frau zu Frau und von Herz zu Herz. Jede Doula arbeitet anders, und nicht jede begleitet jede Geburtsform. Deshalb darfst du in Ruhe recherchieren, persönliche Gespräche führen und spüren: Bei welcher Frau fühle ich mich sicher, gesehen und geborgen? Denn du darfst dir eine Begleitung wählen, die dich stärkt und deinem eigenen Geburtsweg vertraut.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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