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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 26

Episode 026 – nestgezwitscher: Familienbett

Anabel und Swen berichten euch in unserer Reihe „nestgezwitscher“ über unseren Umgang mit dem Thema Familienbett. Wir erklären euch die neusten Erkenntnisse über die Vorteile eines Co-Sleepings und wie individuell die Umsetzung sein kann. Ganz persönlich erzählen wir, wie wir unser „Nest“ gestalten und mit Kritikern umgehen.

Dauer: 33:23 Minuten
Zu Gast: Sven
29.04.2019

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Das nimmst du mit

- • Gemeinsames Schlafen kann Babys bei der Regulation von Körpertemperatur, Atmung und Herzschlag unterstützen und ihnen Sicherheit vermitteln. - • Das Familienbett kann nächtliches Stillen erleichtern und dazu beitragen, dass Mutter und Kind schneller wieder einschlafen. - • Bedürfnisorientierung berücksichtigt die Bedürfnisse aller Familienmitglieder, deshalb darf jede Familie ihre eigene Schlaflösung entwickeln. - • Erfüllte Nähebedürfnisse verhindern Selbstständigkeit nicht, sondern können eine sichere Grundlage für spätere Autonomie schaffen.

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Als unser erstes Kind geboren wurde, war das Familienbett für uns zunächst vor allem praktisch. Ich konnte nachts stillen, ohne vollständig aufzustehen, und wir fanden schneller zurück in den Schlaf. Doch mit der Zeit habe ich verstanden: Es geht um viel mehr als Bequemlichkeit. Es geht um Regulation, Sicherheit und das tiefe körperliche Gefühl eines Kindes, nicht allein zu sein.

Babys kommen mit einem ursprünglichen Bedürfnis nach Nähe auf die Welt. Sie kennen den Herzschlag, die Wärme und die Bewegungen eines anderen Menschen bereits aus der Schwangerschaft. Beim gemeinsamen Schlafen können Körpertemperatur, Atmung und Herzschlag mitreguliert werden. Gleichzeitig erleben Kinder Geborgenheit in einer Phase, in der sie noch vollkommen auf ihre Bezugspersonen angewiesen sind.

Heute schlafen wir mit drei Kindern in einem 3,20 Meter breiten Familienbett. Manchmal liegt ein Kind quer, manchmal bleibt erstaunlich viel Platz ungenutzt, weil sich nachts doch alle in der Mitte zusammenfinden. Es ist lebendig, eng und nicht immer vollkommen ruhig. Trotzdem fühlt es sich für uns richtig an.

Mir ist wichtig, dass bedürfnisorientiertes Familienleben nicht bedeutet, die Bedürfnisse der Erwachsenen aufzugeben. Jede Familie darf ihre eigene Lösung finden: ein großes gemeinsames Bett, mehrere Betten in einem Zimmer oder andere flexible Schlafplätze. Sicherheit hat dabei immer Vorrang, besonders wenn Alkohol, Drogen, bestimmte Medikamente oder schwere Erkrankungen eine verlässliche Wahrnehmung beeinträchtigen.

Kinder müssen nicht zur Selbstständigkeit gedrängt werden. Wenn ihr Bedürfnis nach Nähe wirklich satt werden darf, entsteht Autonomie häufig aus innerer Sicherheit heraus. Ihr müsst euch dafür vor niemandem rechtfertigen. Schaut auf eure Kinder, spürt in euch hinein und findet den Weg, der sich für eure Familie stimmig anfühlt.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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