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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 32

Episode 032 – Babyzeichen

Babyzeichen sind eine noch etwas unbekannte, aber praktische Art schon mit den kleinsten zu kommunizieren. Und da Kommunikation Nähe schafft, erzähle ich euch Wir haben die Babyzeichen selbst mit 4 Kindern praktiziert und können euch daher von ganz verschiedenen Erfahrungen berichten!

Dauer: 9:11 Minuten
09.03.2020

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Das nimmst du mit

- Babyzeichen ermöglichen Kommunikation, bevor ein Kind seine Bedürfnisse sprachlich ausdrücken kann. - Die Zeichen ergänzen die gesprochene Sprache und verzögern die Sprachentwicklung nicht. - Wenige alltagsnahe Zeichen für Essen, Trinken, Toilette, Menschen oder Tiere reichen für den Einstieg aus. - Jedes Kind reagiert anders: Babyzeichen sind ein freiwilliges Angebot und kein Entwicklungsprogramm.

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Manchmal weint ein Baby und wir stehen daneben, ganz nah und liebevoll, und wissen trotzdem nicht, was gerade fehlt. Hunger? Durst? Müdigkeit? In solchen Momenten können Babyzeichen eine wunderbare Brücke sein. Sie geben unseren Kindern die Möglichkeit, sich mit einfachen Handzeichen mitzuteilen, lange bevor sie sprechen können.

Wir haben Babyzeichen mit unseren Kindern ausprobiert und dabei ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Besonders hilfreich waren für uns Zeichen für Essen, Trinken, Toilette, Bruder und verschiedene Tiere. Ich erinnere mich noch gut daran, wie eines unserer Kinder im Auto weinte und plötzlich das Zeichen für Essen zeigte. Auf einmal wussten wir: Es hat Hunger. Aus Unsicherheit wurde Verständnis, aus Anspannung entstand wieder Kontakt.

Genau das berührt mich an dieser Form der Kommunikation so sehr. Alles, was Verständigung ermöglicht, kann auch Bindung fördern. Wir sprechen dabei weiterhin ganz normal mit unserem Baby und begleiten einzelne Worte zusätzlich mit einem Zeichen. So wird Sprache nicht ersetzt, sondern körperlich und sichtbar unterstützt.

Gleichzeitig möchte ich Dir den Druck nehmen: Nicht jedes Kind interessiert sich für Babyzeichen. Manche greifen sie begeistert auf, andere nutzen nur wenige oder gar keine. Auch das ist vollkommen in Ordnung. Es geht nicht um Leistung oder darum, möglichst viele Zeichen zu beherrschen. Es geht darum, neugierig zu beobachten: Was hilft meinem Kind? Was erleichtert unseren Alltag? Was lässt uns einander besser verstehen?

Auch bei älteren oder entwicklungsverzögerten Kindern können Zeichen Kommunikation vereinfachen und Selbstwirksamkeit ermöglichen. Vielleicht probierst Du zunächst zwei oder drei Zeichen aus, die zu Eurem Alltag passen. Manchmal genügt schon eine kleine Bewegung der Hände, damit ein Kind spürt: Ich werde gesehen. Ich kann mich mitteilen. Wir sind miteinander verbunden.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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