Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 34
Episode 034 – Vernachlässigung im Kindesalter und ihre Folgen
Es gibt neuste Forschungsergebnisse zur Gehirnentwicklung nach starker Vernachlässigung im frühstens Kindesalter. Hier sieht man, was für verheerende Auswirkungen der Entzug von Liebe und gesunder Bindung für unser ganzes Leben bedeutet. Ich erkläre euch die Ergebnisse in leicht verständlichen Worten. Charles A. Nelson, Nathan A. Fox, Charles H. Zeanah: Romania´s Abandoned Children. Harvard University Press (Cambridge, MA 02138) 2014. 360 Seiten. ISBN 978-0-674-72470-9. Originalveröffentlichung: Nuria K. Mackes, Dennis Golm, Sagari Sarkar, Robert Kumsta, Michael Rutter, Graeme Fairchild, Mitul A. Mehta, Edmund J. S. Sonuga-Barke: Early childhood deprivation is associated with alterations in adult brain structure despite subsequent environmental enrichment, 2020, in: Proceedings of the National Academy of Sciences, DOI: 10.1073/pnas.1911264116
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Manchmal begegnen mir Forschungsergebnisse, die mich tief berühren, weil sie sichtbar machen, was ein Baby noch nicht in Worte fassen kann. Hier spreche ich über eine Langzeitstudie mit jungen Erwachsenen, die ihre ersten Lebensmonate oder sogar Jahre unter stark vernachlässigenden Bedingungen in rumänischen Kinderheimen verbracht hatten und später nach England adoptiert wurden.
Die Forschenden konnten noch im Erwachsenenalter Veränderungen des Gehirnvolumens feststellen. Je länger die Kinder der frühen Vernachlässigung ausgesetzt waren, desto deutlicher zeigten sich die Folgen. Auch ein verminderter IQ sowie Symptome, die an ADHS erinnern, wurden beobachtet. Dabei ist mir wichtig, trauma-sensibel hinzuschauen: Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten oder impulsives Verhalten können auch Ausdruck eines Nervensystems sein, das sehr früh lernen mußte, ohne ausreichende Sicherheit zu überleben.
Diese Erkenntnisse können Angst oder Schuldgefühle auslösen. Doch darum geht es mir nicht. Ich möchte dir zeigen, wie grundlegend Nähe, Körperkontakt, Nahrung, Schutz und eine feinfühlige Reaktion auf die Signale deines Babys sind. Wenn du dein Baby tröstest, stillst, fütterst, wickelst oder liebevoll hältst, beantwortest du nicht nur ein momentanes Bedürfnis. Du hilfst seinem Körper und Gehirn dabei, Sicherheit zu erfahren.
Ein Baby kann durch Zuwendung nicht verwöhnt werden. Es wird emotional satt und entwickelt Schritt für Schritt jenes Urvertrauen, das es ein Leben lang begleiten kann: Ich werde gesehen. Jemand reagiert auf mich. Ich bin geschützt.
Gleichzeitig zeigt die Studie auch die erstaunliche Anpassungsfähigkeit des Gehirns. Einige Betroffene entwickelten stärkende Ausgleichsmechanismen und Resilienz. Frühe Erfahrungen sind prägend, aber menschliche Entwicklung bleibt lebendig. Sichere, liebevolle Beziehungen können einen bedeutsamen Unterschied machen, von Anfang an und auch später im Leben.
Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.
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Es gibt neuste Forschungsergebnisse zur Gehirnentwicklung nach starker Vernachlässigung im frühstens Kindesalter. Hier sieht man, was für verheerende Auswirkungen der Entzug von Liebe und gesunder Bindung für unser ganzes Leben bedeutet. Ich erkläre euch die Ergebnisse in leicht verständlichen Worten. Charles A. Nelson, Nathan A. Fox, Charles H. Zeanah: Romania´s Abandoned Children. Harvard University Press (Cambridge, MA 02138) 2014. 360 Seiten. ISBN 978-0-674-72470-9. Originalveröffentlichung: Nuria K. Mackes, Dennis Golm, Sagari Sarkar, Robert Kumsta, Michael Rutter, Graeme Fairchild, Mitul A. Mehta, Edmund J. S. Sonuga-Barke: Early childhood deprivation is associated with alterations in adult brain structure despite subsequent environmental enrichment, 2020, in: Proceedings of the National Academy of Sciences, DOI: 10.1073/pnas.1911264116
Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass du weißt: Du bist auf deinem Weg als Mutter, mit all deinen Sorgen, Ängsten und auch den wundervollen Momenten, niemals allein. Jede Schwangerschaft, jede Geburt und der intensive Alltag mit deinem Baby ist eine zutiefst persönliche Reise, die Zeit, Verständnis und einen feinfühligen, geschützten Raum braucht, um sich zu entfalten.
Die frühe Verbundenheit zwischen dir und deinem Kind ist das Fundament für ein ganzes Leben voller Vertrauen und innerer Sicherheit. Dieser unsichtbare Faden beginnt sich bereits in der Schwangerschaft zu knüpfen und wächst durch jeden bewussten Moment des Innehaltens und der Zuwendung. In meiner Begleitung helfe ich dir, diese Beziehung feinfühlig zu stärken. Wenn du tiefer in die Bindungsanalyse eintauchen oder bindungsorientierte Wege für euch entdecken möchtest, lade ich dich herzlich zu einem kostenfreien Erstgespräch ein, in dem wir gemeinsam eure Situation betrachten.
Möchtest du die Bindung zu deinem Kind von Anfang an stärken? Schreib mir einfach eine Nachricht oder vereinbare ein kostenfreies Erstgespräch. Gemeinsam besprechen wir eure Situation und finden Wege in eine enge, sichere Verbundenheit.
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hallo und herzlich willkommen in meinem Podcast Bindung von Anfang an ich bin Annabelle bin Psychologin und ja begleite euch hier durch die Themen Bindung in Schwangerschaft Geburt und Babyzeit und da ich ja versprochen habe dass ich es auch ein bisschen wissenschaftlich aber gut verständlich hier halten möchte habe ich heute eine sehr interessante Studio mitgebracht die ich euch knackig und verständlich ja vorstellen möchte viel Spaß dabei das Thema Bindung kann man wie ihr ja gemerkt habt aus wirklich vielen Sichtweisen und Facetten betrachten und ich habe jetzt vor kurzem ein Forschungsbericht gefunden der super aktuell ist nämlich aus dem Jahr 2020 und zwar jetzt aus dem Januar der untersucht hat in einer Langzeitstudie od da freuen wir Psychologen uns natürlich immer drüber Langzeitstudien sind natürlich mega aufwendig aber ja die Resultate können dann eben auch sehr viel aussagekräftiger sein da wurden Kinder aus rumänischen Heimen untersucht die nach England adoptiert wurden also die sind gewisse Anzahl an Monaten in diesen Heimen erstmal aufgewachsen und wurden dann nach England in Familien adoptiert und man hat diese Gruppe dieser rumänischen Heimkinder verglichen mit anderen Kindern die adoptiert wurden weil ja rumänische Heimkinder das ist so eigentlich also unter Psychologen sozusagen das Schlagwort für Deprivation also das sind Kinder die unter ganz schlechten Bedingungen gelebt haben die wenig Ansprache hatten wenig Versorgung emotional körperlich wo vielleicht nun das Nötigste passiert ist und diese Forscher haben jetzt geschaut was macht das mit der Gehirnentwicklung also man kann ja alles mögliche schauen und sie haben sich jetzt auf die Gehirnentwicklung spezialisiert da hat auch der Professor Dr Robert kums da von der Ruhe Universität Bochum mitgearbeitet also auch ein deutscher Forscher der dabei war und das waren 67 Erwachsene im Alter zwischen 23 und 28 Jahren genau und das spannende er war eben dass man bei den Erwachsenen sehen konnte dass sie ein durchschnittlich kleineres Gehirn hatten als die Kontrollgruppe und noch spannender war je länger die heimerfahrung war also je länger die dort untergebracht waren desto kleiner war auch das Gehirnvolumen also jeder zusätzliche Monat hat 0,27 Proz des gehirnvolumens reduziert das ist natürlich total spannend und das war also die Symptome sind eben dann ein verminderter IQ und eben ADHS Symptome wobei ich auch immer sagen würde dass es traumatische Symptome sind ADHS und Trauma ist manchmal nicht so gut auseinander zualten das ist so ein Problem in der Praxis sagen wir mal klar kann man ADHS gut diagnostizieren das ist jetzt z.B bei so einem frühkindlichen Trauma schon wieder schwieriger wobei man bei denen ja jetzt genau weiß dass es mit Sicherheit traumatisch war was sie erlebt haben ja was zeigt uns das also ich habe das wirklich sehr kurz dargestellt es zeigt dass ja egal wie lange diese Menschen oder diese Babys in diesem unterversorgten Zustand waren und der betr war eben 3 bis 41 Monate waren die in diesem Heim untergebracht und auch die drei Monate nur dort verbracht haben diese Folgen gezeigt es zeigt uns wie wichtig diese erste Kindheit ist also diese ersten drei Lebensjahre sind unglaublich prägend und wie wichtig oder wie verheerend ein Mangel an Nähe an einen Mangel an Geborgenheit Sicherheit und Versorgung ist ja das ist als Psychologen haben wir das natürlich gelernt es gibt ja auch diese ganz drastischen Studien die um 1800 gemacht wurden wo ein König einfach mal wissen wollte was die Ursprache des Menschen ist und niemand durfte mit den Babys reden die wurden nur gepflegt und die sind einfach gestorben also diese menschliche Nähe und Zuneigung ist für uns Menschen von Anfang an absolut notwendig um gesund aufzuwachsen um zu gedeihen um sich zu entwickeln und das lässt sich eben auch an so ganz m ja kennenwerten wie eben der Gehirngröße sogar erkennen das Spannende ist dass einige von diesen rumänischen Heimkindern das ausgeglichen haben also da war trotzdem das Gehirn entsprechend geschrumpft aber die hatten in anderen Hirnregionen sagen wir mal wie ein verstärkten Muskel ja der dann wiederum die Defizite etwas ausgeglichen hat was es ihnen erleichtert hat sozial kompetenter mehr Intelligenz aufzubauen und ja so eine Art Resilienz zu entwickeln das ist ja auch immer das spannende warum ist das für den einen überhaupt kein Thema und warum rutscht der andere dann später so ab ja und dass man das an so einem wichtigen Organ wie unserem Gehirn sehen kann ja das ist natürlich eine absolute langzeitschädigung das wird dann das ganze Leben dieser Menschen beeinflussen wenn sie eben weniger intelligent sind ADHS bedeutet eben auch weniger Konzentrationsfähigkeit und so weiter also es wird ih natürlich nicht so leicht gemacht das Leben und das weil der Start einfach so schief gegangen ist ja und das wollte ich jetzt einfach noch mal hier bringen um die Wichtigkeit von Bindung von Anfang an darzustellen es lässt sich eben belegen wie wichtig das ist dass man sein Baby nach Herzenslust verwöhnt das Thema verwöhnen hatten wir auch schon kann man gar nicht verwöhnen ein Baby weil die Grundbedürfnisse nach Nähe Zuneigung Geborgenheit Liebe die kann man den Kindern muss man nie verwehren im Gegenteil es ist einfach total förderlich dann sind die satt im emotionalen Sinne und wenn man sie eben dann auch noch gut versorgt wenn man eine sichere Bindung hat mit seinem Kind das bedeutet ja auch dass man als Mutter adäquat und prompt auf die Bedürfnisse des Kindes reagiert also es zeigt es hat Hunger und sofort gebe ich die Brust oder gib das Essen oder es muss gesäubert werden es zeigt hat in die Windel gemacht und ich reagiere promt also das sind dann die relevanten Faktoren wo das Kind sich super entwickeln kann wo sich das Gehirn auch gut entwickeln kann und wo das Kind diese ursicherheit dieses Urvertrauen mitnimmt in sein Leben ja mir kann hier gar nichts passieren ich bin immer behütet und beschützt und ja macht was für das ganze Leben und von daher ist Bindung ein wirklich wichtiges und ich finde total spannendes Thema ich hoffe es hat euch gefallen und mal so ein Einblick in so eine Studie zu kriegen so ein ganz kleinen wieo gearbeitet wird natürlich Aufwand für die Forscher sowas zu betreiben ganz klar 27 Menschen zu begleiten oder die ausfindig zu 67 oder die ausfindig zu machen und dann rückwirkend das alles zu recherchieren und die Messungen natürlich eine Vergleichsgruppe aufzubauen das ist ganz klar aber so Langzeitstudien sind halt einfach total wertvoll und da wünsche ich mir gerne weiterhin Input aus Forschungsrichtung weil man dann auch sehr schön immer untermauern kann was heißt das dann tatsächlich für unseren Alltag und für unsere Praxis wie sollten Babys wie können sie artgerecht um es nach Nikola Schmidt zu sagen auf aufwachsen und wie können Sie sich am besten entwickeln und entfalten wenn es euch gefallen hab teilen gerne vor allem freue ich mich über Bewertungen und Kommentare damit macht ihr mir natürlich eine riesen Freude und wenn ihr Fragen habt immer her damit gut dann macht’s alle gut und bis bald ciao