Jetzt kostenlosen Geburtstrauma-Selbsttest ausfüllen →

Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 43

Episode 043 – Bindung in Zeiten von Corona

Es wurde wirklich Zeit, dass auch hier im Podcast einfach das Thema aufgegriffen wird: Bindungen in Zeiten von Corona und darum es hier Ja, ich habe lange geschwiegen und über viele andere Themen gesprochen, weil natürlich ein Corona und Shutdown, Teil-Lockdown Ich weiß nicht, ist es omnipräsent. Ich habe aber jetzt das Gefühl, ich werde mich dazu mal äußern, einfach auch aus der Perspektive: wie können wir verbunden bleiben in Zeiten von Corona? Zum Summit:

Dauer: 27:37 Minuten
18.11.2020

Jetzt anhören

Das nimmst du mit

- Bindung beginnt mit Selbstanbindung: Erst wenn du bei dir und in deinem Körper ankommst, kannst du anderen verlässlich Nähe schenken. - Erdung, bewusste Atmung und Körperwahrnehmung helfen dir, aus Zukunftsängsten zurück ins Hier und Jetzt zu finden. - Trauma-sensible Übungen sollten Sicherheit und Orientierung geben, beispielsweise im Sitzen mit festem Bodenkontakt statt unbegleitet im Liegen. - Verbindung ist auch über Distanz möglich, etwa durch bewusste Gespräche, Onlinebegleitung, Karten oder kleine Freude-Pakete.

Artikel zur Podcastfolge

In Zeiten von Corona ist etwas, das für uns Menschen selbstverständlich und lebenswichtig ist, plötzlich zur möglichen Gefahr geworden: körperliche Nähe. Berührungen, Umarmungen und vertraute Begleitung fehlen. Gerade während Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit kann dieser Verlust tiefe Unsicherheit, Angst und ein Gefühl des Ausgeliefertseins auslösen.

Ich möchte hier keine Diskussion über Für und Wider führen. Mir liegt vielmehr die Frage am Herzen: Wie können wir trotz Isolation in Verbindung bleiben?

Bindung beginnt für mich immer mit Selbstanbindung. Wenn ich innerlich nicht bei mir bin, können auch mein Baby, meine Kinder oder mein Partner nur schwer bei mir andocken. Doch gerade jetzt zieht uns das Außen mit Nachrichten, Sorgen und Zukunftsängsten immer wieder fort von unserem Körper und dem gegenwärtigen Moment.

Deshalb lade ich dich zu einer kurzen, trauma-sensiblen Körperübung ein. Im Sitzen, mit beiden Füßen fest auf dem Boden, darfst du deinen Atem wahrnehmen, deinen Körper sanft durchspüren und dich zwischen Himmel und Erde gehalten fühlen. Du musst nichts leisten oder verändern. Es geht lediglich darum, wieder in dir anzukommen und wahrzunehmen, was gerade da ist.

Dein Körper und deine Gefühle gehören zusammen. Besonders bei Ängsten, Geburtstrauma und Bindung reicht es nicht, nur über etwas nachzudenken. Der Körper möchte mitgenommen werden. Vielleicht unterstützt dich eine persönliche Ressourcenliste: Was tut dir gut? Was schenkt dir Ruhe, Kraft und Zuversicht?

Auch über räumliche Distanz kann echte Verbindung entstehen, durch ein bewusstes Gespräch, eine Karte, ein kleines Freude-Paket oder eine einfühlsame Onlinebegleitung. Körperliche Nähe lässt sich nicht dauerhaft ersetzen. Doch bis sie wieder möglich ist, dürfen wir kreative Wege finden, um uns selbst und einander nicht zu verlieren.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

Dein nächster guter Schritt

Nimm dir die Unterstützung, die gerade zu dir und deiner Situation passt.