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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 45

Episode 045 – Bindung statt Erziehung

WIR SIND ZURÜCK UND FREUEN UNS, DASS IHR WIEDER DABEI SEID! Sie betrachtet, wie sich die Erziehungskonzepte über die Generationen hinweg verändert haben, und hebt die Bedeutung von bindungsorientierten Ansätzen wie "attachment parenting" hervor. Anabel teilt ihre Erfahrungen darüber, wie sie die Bedürfnisse ihrer Kinder und ihre eigenen als Eltern in Einklang bringt. Sie ermutigt andere Eltern, ihre eigenen Grenzen zu erkennen und zu respektieren, um ein gesundes Miteinander in der Familie zu fördern. In ihrem Gespräch reflektiert sie über den Umgang mit Nähe, Kontakt und Grenzen sowie die Herausforderungen, die damit verbunden sind. Anabel betont, dass es wichtig ist, als Eltern eine Vorbildfunktion zu übernehmen und die eigene Kindheit und Erziehung kritisch zu hinterfragen.

Dauer: 27:21 Minuten
31.07.2024

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Das nimmst du mit

- • Bindungsorientierung bedeutet nicht, Kindern alles zu erlauben, sondern die Bedürfnisse aller Familienmitglieder ernst zu nehmen. - • Klare, liebevoll gesetzte Grenzen geben Kindern Sicherheit und Orientierung, ohne die Beziehung abzubrechen. - • Starke Reaktionen auf kindliches Verhalten können auf eigene frühe Verletzungen hinweisen und eine Chance für Heilung eröffnen. - • Eltern dürfen ihren individuellen Weg finden, Fehler reflektieren und Entscheidungen ohne lähmende Schuldgefühle verändern.

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Viele von uns möchten ihre Kinder anders begleiten, als sie selbst aufgewachsen sind. Wärmer, verbundener und näher an den Bedürfnissen aller Familienmitglieder. Gleichzeitig taucht schnell die Sorge auf: Verwöhne ich mein Kind? Darf ich Nein sagen? Und wo bleibe eigentlich ich?

Hier teile ich mit dir, warum Bindung für mich vor Erziehung kommt. Das bedeutet nicht, Kinder über alles bestimmen zu lassen oder die eigenen Grenzen aufzugeben. Bedürfnisorientierung heißt für mich, jedes Familienmitglied wahrzunehmen. Auch dich. Wenn du eine Pause brauchst, darfst du für dich sorgen. Damit lebst du deinem Kind vor, den eigenen Körper zu spüren und Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Kinder brauchen zugleich einen stabilen Rahmen. Grenzen können Sicherheit schenken, Orientierung geben und immer wieder neu verhandelt werden. Entscheidend ist die Haltung dahinter: Dein Verhalten ist gerade nicht in Ordnung, doch meine Liebe zu dir bleibt. Gerade für Kinder mit Bindungsverletzungen kann diese verlässliche Botschaft besonders wichtig sein. Manchmal braucht es Nähe, manchmal auch eine kurze, liebevoll begleitete Auszeit.

Ich spreche außerdem darüber, warum uns das Verhalten unserer Kinder so tief berühren kann. Ein weinendes Baby oder ein wütendes Kind trifft mitunter genau jene Stellen in uns, an denen wir selbst nicht gesehen oder getröstet wurden. Darin liegt neben aller Herausforderung auch eine Chance: Wir dürfen innehalten, unseren Körper wahrnehmen und unserer eigenen Geschichte mit Mitgefühl begegnen.

Du musst es weder der älteren Generation noch gesellschaftlichen Erwartungen recht machen. Du darfst euren eigenen Familienweg finden, Fehler erkennen und neue Entscheidungen treffen. Beziehung entsteht nicht durch Perfektion, sondern dadurch, im Kontakt zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und immer wieder gemeinsam zurück in die Verbindung zu finden.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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