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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 6

Episode 006 – Selbstanbindung

Willst du wissen, was essenziell ist, wenn du in einen echten, tiefen Kontakt mit deinem Baby, Partner oder anderen Personen treten möchtest? Die Anbindung an dich selbst! Der Kontakt zu DIR!

Dauer: 13:49 Minuten
19.11.2018

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Das nimmst du mit

- Selbstanbindung ist eine wichtige Grundlage für die Verbindung zum Baby, zum Partner und zu anderen Menschen. - Nach einer belastenden Geburt können Mutter und Baby unterschiedlich reagieren und jeweils eigene Unterstützung bei der Verarbeitung benötigen. - Atem, Bodenkontakt und Körperwahrnehmung helfen dabei, aus einer Stressspirale zurück ins Hier und Jetzt zu finden. - Kurze Erdungsrituale im Alltag können das eigene Nervensystem regulieren und dadurch auch Beziehungen positiv beeinflussen.

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Manchmal ist ein Baby außer sich und wir sind es gleich mit. Besonders nach einer schweren oder traumatisch erlebten Geburt kann sich daraus eine erschöpfende Spirale entwickeln: Das Baby weint, mein Körper gerät unter Stress, ich suche verzweifelt nach einer Lösung und verliere dabei immer mehr den Kontakt zu mir selbst.

Hier spreche ich darüber, warum Bindung beim Kontakt mit dem eigenen Körper beginnt. Wenn ich innerlich „offline“ bin, meinen Atem anhalte, den Boden unter den Füßen nicht mehr spüre und vollständig von Angst, Schuld oder Traurigkeit eingenommen werde, fehlt meinem Kind ein ruhiger Ort zum Andocken. Das ist kein persönliches Versagen. Es ist eine verständliche Reaktion eines Nervensystems, das möglicherweise selbst noch versucht, eine überwältigende Erfahrung zu verarbeiten.

Dabei ist mir wichtig: Eine schwere Geburt ist nicht automatisch für jedes Baby traumatisch. Menschen erleben dieselbe Situation sehr unterschiedlich. Doch sowohl Mütter als auch Babys können Zeit, Halt und ein sensibles Gegenüber brauchen, um das Erlebte zu integrieren.

Selbstanbindung bedeutet deshalb nicht, dass du sofort entspannt oder vollkommen bei dir sein musst. Sie beginnt mit einem kleinen Moment der Wahrnehmung: Wo sind meine Füße? Wie fließt mein Atem? Hebt und senkt sich meine Bauchdecke? Was brauche ich gerade?

Ich lade dich ein, deinen Atem zunächst nur zu beobachten, ohne ihn zu bewerten. Gerade in angespannten Momenten kann ein bewusster Atemzug die erste auflodernde Reaktion verändern. Kleine Rituale helfen dabei: kurz vor einer Tür innehalten, beim Händewaschen den Boden spüren oder zwischen zwei Aufgaben bewusst ausatmen. So entsteht wieder Kontakt zu dir und aus diesem Kontakt heraus auch mehr Ruhe, Nähe und Verbindung in deinen Beziehungen.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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