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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 7

Episode 007 – Bindungsmuster

Diese Folge ist eine von vielen, in denen es um das Thema Bindung im psychologischen Sinne drehen soll. Du lernst hier einen Blick für deine Bindungsmuster zu entwickeln und zu verstehen, woher diese kommen. Denn das ist der erste Schritt, um an eigenen Bindungsthemen zu arbeiten.

Dauer: 15:27 Minuten
20.11.2018

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Das nimmst du mit

- Bindungsmuster entstehen durch frühe Beziehungserfahrungen und werden häufig unbewusst an die nächste Generation weitergegeben. - Unsichere Bindungsmuster sind veränderbar, besonders durch verlässliche Beziehungen, bewusste Reflexion und neue korrigierende Erfahrungen. - Schwierigkeiten mit Nähe, Stillen oder bedingungsloser Liebe können mit früheren Körper-, Gewalt- oder Bindungserfahrungen verbunden sein und verdienen Mitgefühl statt Verurteilung. - Der erste Schritt zur Veränderung ist, eigene Muster, Selbstwertvorstellungen und familiäre Prägungen wahrzunehmen und ihren ursprünglichen Schutzcharakter anzuerkennen.

Artikel zur Podcastfolge

Wenn wir Mutter oder Vater werden, begegnen wir häufig nicht nur unserem Kind, sondern auch unserer eigenen Kindheit. Plötzlich tauchen Erinnerungen, innere Sätze und feste Vorsätze auf: Das möchte ich genauso weitergeben. Oder: Das werde ich niemals so machen. Und dann erleben wir im Alltag vielleicht diesen überraschenden Moment, in dem wir doch genauso reagieren wie unsere eigenen Eltern.

Hier spreche ich darüber, wie Bindungsmuster entstehen und warum sie uns oft ein Leben lang begleiten. Unsere frühen Erfahrungen prägen, wie sicher wir uns in Beziehungen fühlen, wie wir Nähe zulassen und welchen Wert wir uns selbst zuschreiben. Doch eine unsichere Bindung ist kein unveränderliches Schicksal. Bindungssicherheit kann wachsen, etwa durch eine verlässliche Partnerschaft, heilsame Beziehungen und die bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte.

Besonders wichtig ist mir dabei ein trauma-sensitiver Blick: Manche Verhaltensweisen, die heute schwierig erscheinen, waren früher wichtige Überlebensstrategien. Vielleicht hat dein Körper gelernt, Nähe vorsichtig zu begegnen. Vielleicht lösen Stillen, Berührung oder der intensive Wunsch deines Kindes nach Verbindung alte Erfahrungen aus. Das darf sein. Du musst dich dafür nicht verurteilen.

Ich lade dich ein, neugierig zu erforschen, wann du dich wertvoll, geliebt und wirklich genug fühlst. Was bedeutet Muttersein, Vatersein oder Elternsein für dich? Was möchtest du aus deiner Kindheit bewahren, und was darf heute anders werden?

Veränderung beginnt nicht mit Druck, sondern mit Wahrnehmung. Wenn du dein Muster erkennst und seinen früheren Sinn würdigst, entsteht Raum für etwas Neues. Du darfst ablegen, was du heute nicht mehr brauchst, und deinem Kind aus wachsender innerer Sicherheit begegnen.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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