Geburtshelden-Podcast · Episode 30
Episode 030 – So schreibst du deine Ressourcen-Liste – Für mehr Leichtigkeit und Freude auf deinem Heilungsweg
In dieser Folge zeige ich, wie eine persönliche Ressourcenliste helfen kann, im Alltag nach einer belastenden Geburt wieder handlungsfähiger zu werden. Ich erkläre den Unterschied zwischen echten Ressourcen und Kompensation, stelle ein einfaches System aus kleinen, mittleren und großen Ressourcen vor und ordne ein, warum Schlaf für Mütter mit Baby eine besondere Rolle spielt.
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Das nimmst du mit
Artikel zur Podcastfolge
Vielleicht kennst du das: Der Tag ist schon wieder vorbei, bevor du dazu gekommen bist, dich zu fragen, was dir eigentlich gutgetan hätte. Zwischen Baby, Alltag und dem, was nach einer belastenden Geburt noch nachwirkt, bleibt oft wenig Raum für die eigene Fürsorge. Das ist keine persönliche Schwäche, sondern die Realität vieler Mütter.
In der aktuellen Folge spreche ich darüber, wie eine ganz konkrete Ressourcenliste dir helfen kann, aus einem Gefühl von Ohnmacht auszusteigen und im Hier und Jetzt anzukommen. Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern Schritt für Schritt wieder mehr Handlungsspielraum für dich zu finden.
Was eine Ressource wirklich ausmacht
Nicht alles, was sich im Moment entlastend anfühlt, ist auch tatsächlich eine Ressource. Ein Beispiel, das ich in der Folge aufgreife, ist Alkohol: Er kann kurzfristig beruhigen, ist aber keine echte Ressource. Eine echte Ressource hinterlässt keine negativen Nebenwirkungen – sie schadet dir nicht gesundheitlich, emotional oder körperlich. Wenn etwas dich langfristig eher schwächt als stärkt, sprechen wir eher von Kompensation: dem Unterdrücken von schwierigen Gefühlen statt echter Ressourcenarbeit.
Drei Spalten, die Struktur geben
Ich schlage vor, mit drei Spalten zu arbeiten: kleine, mittlere und große Ressourcen – unterteilt nach dem Zeitaufwand, den sie brauchen. Kleine Ressourcen können schon in wenigen Minuten wirken, große brauchen mehr Raum und Vorbereitung. Wichtig ist dabei, immer wieder ehrlich zu prüfen: Tut mir das gerade wirklich gut – oder wird es zu einem weiteren Punkt auf meiner To-do-Liste, den ich nur abhake?
Ressourcen können ganz unterschiedlich aussehen: andere Menschen, finanzielle Sicherheit, deine Gesundheit, innere Bilder wie eine positive Visualisierung oder äußere, sinnliche Ressourcen wie Natur, ein bestimmter Duft, Berührung, Musik oder Humor. Bei manchen Klientinnen war es ein Lied im Chor über die eigene Geburt, bei anderen ein wiederentdecktes Instrument, Basteln mit dem Kind oder Reiten. Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch – nur das, was für dich stimmt.
Schlaf hat für Mütter mit Baby eine besondere Rolle
Für Mütter mit Baby ordne ich Schlaf als die wichtigste Ressource ein – nicht, weil du sonst etwas falsch machst, sondern weil sich Schlafmangel nicht durch andere Ressourcen kompensieren lässt. Wenn dein Kind nachts häufig wach wird und dein Nervensystem dadurch dauerhaft aktiviert bleibt, ist das eine reale Belastung, keine Frage von mehr Anstrengung oder Organisation. Wenn dein Nervensystem stark aktiviert ist, kann statt klassischer Stillmeditation auch sanfte Bewegung helfen.
Realistisch bleiben darf sein
Ressourcenplanung muss nicht perfekt sein. Ich erzähle in der Folge auch von einer eigenen Erfahrung: eine geplante Auszeit mit meinem Mann, die durch die ganze Organisation drumherum am Ende stressiger war als erholsam. Das zeigt mir immer wieder, dass es guttut, ehrlich hinzuschauen, ob eine geplante Ressource realistisch in deinen Alltag passt – und sie bei Bedarf anzupassen.
Ein kleiner nächster Schritt
Wenn du magst, nimm dir in den nächsten Tagen bewusst ein paar ruhige Minuten und schreib deine eigene Ressourcenliste auf – klein, mittel, groß. Du musst nicht sofort alles finden. Es reicht, wenn du mit ein, zwei Dingen anfängst, die dir schon jetzt einfallen. Je mehr Ressourcen du dir Schritt für Schritt aufbaust, desto leichter kann es dir mit der Zeit fallen, aus einem belastenden Moment wieder herauszufinden.
Wenn du deine eigene Geburtserfahrung noch genauer einordnen möchtest, kannst du dir dafür in Ruhe Zeit nehmen: Mit dem kostenfreien Geburtstrauma-Selbsttest bekommst du eine erste Orientierung, ganz ohne Druck.
Dein nächster guter Schritt
Nimm dir die Unterstützung, die gerade zu dir und deiner Situation passt.
Show Notes lesen
In dieser Folge zeige ich dir, wie eine persönliche Ressourcenliste helfen kann, im Alltag nach einer belastenden Geburt wieder mehr Halt zu finden – und wie du echte Ressourcen von reiner Kompensation unterscheidest.
Themen der Folge
- Was eine Ressourcenliste bewirken kann und wie sie beim Ausstieg aus der Ohnmacht hilft
- Der Unterschied zwischen echten Ressourcen und Kompensation, am Beispiel Alkohol
- Das Drei-Spalten-System: kleine, mittlere und große Ressourcen
- Warum Schlaf für Mütter mit Baby eine besondere Rolle spielt
- Warum Ressourcenplanung realistisch bleiben darf
Zeitmarken
- 0:55 – Was eine Ressourcenliste bewirken kann
- 3:53 – Drei Spalten: kleine, mittlere, große Ressourcen
- 5:40 – Ressource oder Kompensation? Der Unterschied
- 11:21 – Schlaf als wichtigste Ressource für Mütter mit Baby
- 14:30 – Realistische Planung: wenn eine Auszeit stressiger ist als gedacht
- 18:35 – Was etablierte Ressourcen bewirken können
Wenn du magst, kannst du deine eigene Geburtserfahrung mit dem kostenfreien Geburtstrauma-Selbsttest in Ruhe einordnen.
Transkript lesen
A: Hallo und herzlich willkommen zu meinem Geburtshelden Podcast. Ich bin Anabel und Geburtspsychologin und wir sprechen hier über Geburtstrauma, Schwangerschaft, Bindung, Nervensystem und Integration. Dieser Podcast ist für Frauen, Paare und Familien, die nach 1 belastenden Geburt verstehen möchten, was passiert ist und die spüren, da ist noch etwas offen. Und natürlich für alle in der Folge Schwangerschaft nach Geburtstrauma, die wissen wollen, wie es geht. Wie kann ich mich anders vorbereiten? Ich freu mich sehr, dass Du heute wieder dabei bist, weil ich habe ein sehr praktisches Thema mitgebracht. Und zwar werden wir heute lernen oder Du wirst von mir hören, wie Du deine Ressourcenniste schreiben kannst, mehr Leichtigkeit in dein Leben wieder zurückzuholen. Raus aus der Ohnmacht zu kommen, im Hier und Jetzt landen zu können und ja, ein Stück weit den Heilungsstrudel in Gang zu bringen, damit der einfach neben diesem Strudel von vielleicht negativen Gefühlen oder Trauma Energie immer mehr an Kraft und Sog gewinnen kann, sodass Du lernst, wow, ich bin nicht mehr hilflos. Es gibt Kategorien, es gibt Moves, die ich machen kann, mich selber wieder rauszuholen auf dem Loch, mich selber wieder in einen Zustand, der ja Aufnahmefähigkeit auspflanzt hat und vielleicht sogar Friedenzufriedenheit zu führen.
A: Und ja, das alles so werden wir hier heute mal beleuchten und mit 1 praktischen Übung untermauern. Ressourcenmüste klingt ja jetzt erst mal total praktisch und auch total kognitiv und wenig romantisch und noch wenig Nervensystemarbeit. Das ist richtig, aber es bietet eine wunderbare Grundlage, mit der man dann täglich arbeiten kann und die wie son son kleiner Leitfaden einfach da ist. Dass man nicht immer drüber nachdenken muss, was kann ich jetzt heute tun für mich oder was hilft mir überhaupt? Weil man startet sonst einfach nie. Das kennen wir alle. Wir nehmen uns das vor, wir sagen, ja, also irgendwann muss ich mich mal damit beschäftigen und mal gucken, was ich so brauche oder was mich stärkt und dann kommt das Leben dazwischen. Und als Mama kommt nicht nur dein Leben dazwischen, sondern auch noch das des Kindes oder der Kinder, Partner, Partnerin, alles. Es ist einfach Wir leben in 1 sehr, sehr schnellen, vollen Zeit und das kann man einfach niemandem verübeln, da muss man auch gut zu sich selber sein.
A: Deswegen kriegen meine Frauen alle irgendwann im Laufe der Begleitung die Hauptaufgabe, könnte man auch sagen, mal wieder an ihre Bedürfnisse anzudocken. Im Grunde ist es geht’s ja da drum, was ist eigentlich mein Bedürfnis? Was brauch ich, gestärkt zu sein im Alltag? Ja, überhaupt zulassen zu können, mich zu spüren, überhaupt zulassen zu können, alle Gefühle, die da sind, halten zu können, wahrzunehmen. Oder auch die viel dringendere Frage, die viele mitbringen, ist, wie lerne ich denn oder kann ich lernen, mich aus diesem tiefen Loch zu ziehen, wenn ich in diesen Zustand gerate, wenn ich getriggert werde oder, oder. Und da lohnt es sich wirklich mal sich hinzusetzen, halbe Stunde, Stunde und tatsächlich ganz klassisch eine Liste anzufertigen. Und ich geborene immer so die Aufgabe, das ist sone Pi mal Daumen Aufgabe logischerweise, Mit 3 Spalten zu arbeiten, das ist so mein Vorschlag, dass man kleine Ressourcen, mittlere Ressourcen, große Ressourcen. Und damit meine ich vor allem die den Zeitaufwand, den die jeweilige Ressource braucht, Dass man das einmal unterteilt, weil große Ressourcen werd ich nicht täglich machen können. Auch klar, ne? Wir müssen ja auch immer realistisch bleiben, was der Alltag überhaupt hergibt. Jetzt jeden Tag, ’n halben Tag sich rausnehmen.
A: Das ist einfach für viele zu viel und nicht machbar oder wollen sie auch nicht verständlicherweise, sondern es geht ja kleine Schritte, ne? Wir wollen ja Schritt für Schritt, wir wollen ja wirklich integrieren, wir wollen ja wirklich nachhaltig jetzt daran arbeiten und integrieren und dann machen wir Schritt für Schritt jede in ihrem Tempo. Ja, Ressourcenliste, Kraftquelle. So, da stellt sich ja schon mal die Frage, eigene Bedürfnisse, was könnte jetzt alles da drunter fallen? Als Ressourcen unter Kraftquelle gilt einfach alles, was dir guttut und nicht das, was vielleicht kompensiert, ne. So ein Beispiel, wo man gut unterscheiden kann, es ist eine Ressource oder vielleicht eine Kompensation, wäre, Alkohol, ist ’n Klassiker. Wird häufig verwendet zum Entspannen, Runterkommen abends, kann man auch mal machen, ist aber keine Ressource. Also weil wenn wir jetzt immer Alkohol brauchen, runterzukommen, dann kommen wir ja in was sehr Negatives, können den Alkoholismus rutschen und dann wird eben aus 1 vermeintlichen Ressource ja eher eine Gefahrenquelle und dann würde man eher von 1 Kompensation, also dem Unterdrücken von dem, was da ist, dem Unterdrücken von den schwierigen Gefühlen, sprechen als von Ressourcenarbeit mit Alkohol. Das heißt, eine echte Ressource hinterlässt keine negativen Nebenwirkungen, ne. Es schadet dir nicht gesundheitlich oder auf emotionaler Ebene oder ja körperlich.
A: Gut, das haben wir also geklärt. Bedeutet, andere Menschen können Ressourcen sein. Freundschaften, soziales Miteinander. Tatsächlich auch finanzielle Sicherheit, dass das geklärt und organisiert ist, das kann eine Megaresusse sein, wenn man sich keine Angst, keine Sorgen darüber machen muss, wie geht es finanziell weiter mit uns. Gesundheit gehört zur Ressource, ne, dass wir sagen können, okay, wir fühlen uns gesund, unser Körper, wir sind in einem gesunden, starken Körper und gerade nach Geburtstrauma haben wir da vielleicht die ein oder andere Baustelle, wo wir dann jetzt mal genauer hinschauen dürfen, nach uns schauen, dass wir wirklich in einen gesunden Zustand kommen, wo wir uns auch wohlfühlen in unserem Körper, der unserem Körper guttut. Dann sind es aber auch, es gibt innere Ressourcen, ne. Man kann tatsächlich sehr schön mit Visualisierungstechniken arbeiten, das ist aus der Traumaarbeit einfach ’n Klassiker, sich immer wieder innere positive Bilder hervorzuholen. Und Achtung, die sollten auch wirklich nur positiv sein.
A: Hol ich mir eine Erinnerung, wo ich sage, ja, die war positiv in meiner Kindheit, la la la, aber na ja gut, eigentlich die Bezugsperson, mit der ich das da erlebt habe, die hat eigentlich sonst nicht so positiv auf mich reagiert oder ist vielleicht auch ’n bisschen negativ, sehr negativ behaftet, dann ist das keine gute Idee, sich diese Erinnerung hervorzuholen. Sondern wenn wir darüber sprechen, dass es wirklich jetzt eine Ressource geht, die einfach uns mal einen Moment lang so richtig gut tun und erden soll, dann sollte das eine durchweg schöne Erinnerung sein. So, das sind so internale Ressourcen. Es gibt aber auch externe Ressourcen, die wir im Außen eben finden, wie andere Personen, die Natur. Es können auch tatsächlich Gegenstände, Gemälde, etwas Haptisches wie ein, ja, seien wir ein Edelstein, den man gerne anfasst, der einen wieder son bisschen erdet. Es können auch auf allen Sinnesebene Dinge sein, die wirken, ob über Duft, über Berührung, eine Massage, über Musik, über Tanzen, schütteln, Lachen, Humor ist eine wundervolle Ressource, die ich sehr gerne nutze und liebe. Und ja, so glaube ich, kannst Du vielleicht jetzt schon eine Idee gewinnen, ach, was ist denn bei dir? Was könnte bei dir auf der Liste stehen? So ganz klassische kleine Ressourcen sind eben der Lieblings Tee oder das Lieblingslied einmal zum Abschütteln. Oder der die Atemübung aufm Balkon, bevor man eben das Baby weg, das Kind weg wegbringt, was auch immer.
A: Die kleine Einschlafmeditation, so Kleinigkeiten. Mittlere Russen, also am besten irgendwas, was so, weiß ich nicht, 5 bis 10 Minuten, könnte man sagen, braucht. Mittlere Wirken, da braucht man vielleicht schon ’n bisschen länger, eine halbe Stunde bis Stunde. Das kann dann eben der Power Walk, Joggen in der Natur sein für ’n Moment. Das kann aber auch eben, genau, die Badewanne sein. Also kommt auch immer drauf an, man entspannt nicht nur in Ruhe, ne? Das muss man sich auch klarmachen. Das ist ein häufiger Glaubenssatz, dass ich ja meditieren muss und in Ruhe sein muss, mich entspannen zu können, meinen Kopf wieder klar zu kriegen, runterzukommen. Ist aber tatsächlich häufig so, dass gerade wenn man eine traumatische Erfahrung gemacht hat und das Nervensystem auf so ’nem High Level ist, dass vielleicht in Ruhe sitzen und nennen und zu versuchen zu meditieren, gar nicht erfolgreich ist, weil man merkt, okay, ich kann mich gar nicht drauf einlassen.
A: Ich komm nicht runter, ich werd nur noch hibbeliger, ich will eigentlich aufspringen und deswegen gibt’s auch schon natürlich Bewegungsmeditation, ne? Also es gibt wunderbare Energieübungen, die man mit dem Körper machen kann. Das Schütteln ist ’n Klassiker auch, den man gut nutzen kann, sollte nur auch richtig gemacht werden. Also es sollte nicht unbedingt so aufs Becken und auf den Beckenboden gehen, sondern wirklich aus der inneren Mitte heraus und ein angenehmes schütteln sein. Kein total heftiges Herumschleudern oder Ähnliches. Das ist eher son, ja, ich muss es mal zusammen gemacht haben. Genau, sanfte Bewegungen, ne? Also man kann tatsächlich auch gut in Bewegung, meditative Zustände beziehungsweise auch Energie wieder aufladen. Und das ist, glaube ich, ’n ’n ganz wichtiger Punkt. Also so was könnte man machen.
A: Es kann aber auch der schnelle Kaffee mit der Freundin sein oder das Telefonat oder, ja, künstlerisch sich zu betätigen, das ist immer die Frage, ob das bei der mittleren Ressource von der Zeit her reicht, aber warum nicht? Wenn man ’n gutes Buch hat oder gerne malt oder ’n Instrument in der Ecke stehen hat, wo man einfach mal sich wieder eine halbe Stunde mit beschäftigt oder Stunde. Das können Ressourcen sein. Übrigens, als allererste Ressource für alle Baby Mamas gilt, Schlaf ist die wichtigste Ressource, die Du dir aufbaust. Das heißt, wenn Du unter akutem Schlafmangel leidest, weil dein Kind zigmal die Nacht wach wird und eben auch mit sonem erhöhten Nervensystem durch die Welt gerade wandert, dann ist Die die 1. Ressource ist, wie komm bekomme ich schlafe? Weil wir schlafen nicht kompensieren können. Das kennt Kennen Eltern sehr gut, aber das kennt einfach jeder, der diesen Zustand mal erlebt hat, wenn man wirklich unter akuten Schlafmangel leidet, der der wirkt sich auf alles aus und ist absolut gesundheitsschädigend und auch nicht förderlich für, wenn man sagt, ich möchte gerne das Geburtstrauma aufarbeiten, dann sollte man wirklich gucken, wie komme ich an Schlaf? Wie kann was wie können wir uns besser abwechseln? Wie kann Partner, Partnerin unterstützen? Omas, Tanten, egal wer, Nennis, dass man dann wenigstens über den Tag noch mal eine Stunde Schlaf kriegt oder, oder. Also da wirklich sehr gut auf sich achten und nicht unterschätzen und dann darf man alle anderen Ressourcen auch erst mal außen vor lassen. Das ist wirklich ’n Mega Hauptfaktor.
A: Und große Ressourcen, das wären schon sowas, wo man vielleicht auch mal mehrere Stunden braucht oder ’n halben Tag, ob’s jetzt eben die Shoppingtour mit den Freundinnen ist oder wirklich mal ’n Abendessen mit dem Partner, Partnerin oder ’n Mittagessen, wenn das einfacher geht. Kenn ich selber. Wir gehen eher mittagsessen statt abends, weil 5 Kinder ins Bett bringen. Das ist eine Aufgabe und das kann man nicht immer jedem zumuten oder übertragen. Das ist einfach speziell, genau. Dann kam Würde sowas da runterfallen oder mal ’n paar Stunden in Wellness. Ja, seht ihr, wie live das jetzt ist? Therme gehen oder Ähnliches. Wenn man was auch immer dir dazu sagt, das sind jetzt Beispiele.
A: Kann auch sein, Du bist die totale Radfahrerin und freust dich aufn Radtourmal oder egal was, was dich erdet und dir guttut. Es darf alles sein. Einzige ist, es darf keine negativen Nebenwirkungen, also schädlich sein, ne? Also Rauchen, Alkohol und so weiter. Und dann müssen wir immer wieder gucken, ist das eine echte Ressource? Also tut mir das so richtig gut und ich merke, je häufiger ich das tue, desto selbstverständlicher wird es und desto besser geht’s mir auch im Allgemeinen oder ist das eigentlich nur ’n on top auf meiner To do Liste und ich hake das ab, weil zum Beispiel die Anabel gesagt hat, mach jetzt Mares Fürstenaufbau und man das ja überall hört mit der Selbstfürsorge als Mutter. Dann ist es Okay, das stresst nicht zu dem gewünschten Ziel. Das ist immer son bisschen Selbstbeobachtungsarbeit und das Schöne ist dabei ja, wir lernen uns einfach wunderbar kennen, ne, wann eine Ressource zu Stress wird. Das merken wir dann schon. Also ja, da hab ich auch ein Beispiel von meinem Mann und mir.
A: Wir haben auch schon gesagt, ach komm, wir gehen mal eine Nacht weg und es war so ein Stress, das zu organisieren. Weil wir gemerkt haben, boah, das eine Kind muss dann da sein, das nächste da, das sind verschiedene Helfer, die wir haben. Wir müssen die wir müssen alle zeitlich aufeinander abgestimmt sein. Wir müssen die Infos haben. Wir müssen das Zuhause vorbereiten. Wir müssen Oh. Und dann waren wir sind wir fix und fertig gefahren und dachten, ach Du scheiße, vor allem Nacht lohnt sich das eigentlich gar nicht. Also das nächste Mal sind wir mal mindestens 2 Nächte weg, ja? Dass man dann auch genug Zeit hat, überhaupt in das Genießen zu kommen, ne? Und das ist son Beispiel dafür, wo man das merkt.
A: Wenn ich merke, okay, ich geh zweimal die Woche zum Sport, aber hab nur Schuldgefühle und bin nur gestresst, weil ich nur denke, oh Gott, ich muss ganz schnell zu Hause sein, dann ist es vielleicht gut zu gucken, okay, was gibt’s noch auf meiner Liste? Das Schöne ist, wenn Du diese Liste erstellt hast, die ist jederzeit veränderbar, erweiterbar und so weiter und Du hängst sie dir tatsächlich auf. Dann hast Du einfach direkt Ideen, die Du ausprobieren kannst und das würde ich dich einladen. Sei da Kind, sei da spielerisch. Wenn Du drauf schreibst, Handstand am Baum, im Wald alleine oder mal schreien alleine im Wald oder mal putzen schlagen oder 5 Minuten aufs Trampolin von den Kindern, wenn die nicht da sind oder ab in den Aufstellpool mal ohne Kinder. Sei spielerisch, probier das einfach aus. Es soll Leichtigkeit sein, es soll Spaß machen, Mut machen, es soll dich ja vielleicht ein bisschen aus der Komfortzone in in in was Kuddeliges, Schönes, Positives bringen und ja, ich hoffe, ich hab mir da jetzt einfach Lust machen können. Ich finde das immer wieder supertoll. Also ich hab schon so kreative Sachen erlebt, was Frauen dann für sich entwickeln, weil ich ich weiß nicht, welches Hobby die Frauen haben, wenn wenn sie zu mir kommen.
A: Und man lernt sich dann kennen, aber ja häufig sehr spezifisch, eben auf Muttersein und Geburt und transgenerative Themen. Und zu den Hobbys und so kommen wir dann und ach Gott, hatte ich schon eine Frau, die war im Chor, die hat ein Lied geschrieben über ihre Geburt und das war so heilsam für sie oder die Nächste sagt, ja, ja, Du hast recht, da steht dieses Instrument und eigentlich hatte ich schon immer mal wieder Lust oder die Nächste sagt, oh, ich liebe Basteln und das Schöne ist, das kann ich auch ’n Kind. Mein Kind ist auch ’n Bastelkind, da muss ich gar nicht extra Zeit freischaufeln. Auch das ist völlig in Ordnung, ne, wenn man erst mal sagt, okay, das kriege ich jetzt nicht hin, mir irgendwie dreimal die Woche, eine Stunde freizunehmen, sondern manches geht vielleicht mit Kind. Ich liebe das mit Kind im Wald zu sein oder was auch immer, ne. Oder ach, mal wieder zum Pferd, mal wieder reiten. Alles hab ich schon gehört oder nicht alles, aber vieles hab ich schon gehört und erlebt, ja, wie wie son Lächeln zurückkommt und son Da werden neue Erlebnisse geschaffen und die führen zu einem neuen Lebensgefühl. Und das ist das, was so wunderbar an dieser Ressourcenarbeit ist, ne.
A: Du Du schaffst erleben. Du erlebst dich, wie Du ganz bewusst dir deinen Tee trinkst, deinen Tee machst oder wie Du ganz bewusst dieses spezielle Essen dir liefern lässt oder wie Du ganz bewusst diese Stunde Kaffeeklatsch mit der Freundin genießt oder Du gehst bewusster in diese Ressourcentimes rein, schaffst ein neues Erleben und dadurch auch ein neues Lebensgefühl neben dem anderen, neben der Erschöpfung, neben der Trauer, der Wut und was auch alles in dir los ist. Und das darf dann nebeneinander stehen und das ist das, was so gut funktioniert, weil Du dann weißt, oh wow, ich komm wieder in die Ohnmacht, ich weiß nicht, was ich tun soll, ich bin hilflos, ich bin meinen Gefühlen auch geliefert oder dem Weinen des Kindes oder wie auch immer. Je mehr Ressourcen Du aufgebaut und etabliert hast, je gefestigter Du da drinnen bist, desto leichter wird es dir fallen, da wieder rauszukommen und das ist so ein Gamechanger, das, ja, das darf ich immer wieder erleben, wenn Frauen dann sagen, wow, ich fühl das zwar noch, die Gefühle, die kommen, aber jetzt weiß ich, wie ich mich selber wieder da raushole und das ist mega Schritt, der dann schon in Richtung Integration gegangen ist. Gut. Ich wünsch dir super viel Spaß beim Umsetzen, beim Ausprobieren, beim Aufschreiben. Mach das direkt, trag es dir den Kalender ein, wann auch immer Du dir diese Zeit dafür nehmen kannst, damit Du es auch tust, weil sonst läuft das so im Hintergrund, so nach dem Motto, na ja, das kann ich ja auch so machen und ich merk mir das ja und mit dem Tee und so. Aber es ist was anderes, wenn Du dich bewusst hinsetzt, vom Kopf aufs Papier, dann das auch noch vielleicht visuell irgendwo hängen hast.
A: Es macht was anderes mit dir. Ich kann’s dir nur ans Herz legen. Teil doch gerne deine Ressourcen, ich find’s immer super, sich gegenseitig zu inspirieren. Dann liest die eine oder andere vielleicht was und sagt wow, auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen und das ist immer, ja, gemeinsam sich stärken, finde ich immer super. Also gerne hier kommentieren und schreiben, was ist deine Lieblingsressource? Was willst Du jetzt ausprobieren? Und wie hat dir die Podcastfolge gefallen und magst Du die gerne teilen? Dann tu das gerne und ja, wenn Du ’n bisschen Anerkennung mir zeigen möchtest, dann like doch einfach, also Daumen hoch, wo auch immer Du das gerade hörst, damit ich son kleines Feedback kriege. Gefällt, gefällt nicht, mach ich weiter. Ja, genau, in der Richtung. So ihr Lieben, dann wünsch ich euch jetzt eine wunderbare Zeit und bis bald.