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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 10

Episode 010 – Was macht Papa eigentlich im Kreißsaal?

Wenn wir heute über die Geburt sprechen, sind die Väter gar nicht mehr wegzudenken. Für die meisten Frauen ist es selbstverständlich, dass der Mann Teil der Geburtserfahrung ist und im „Kreißsaal“ (oder jedem anderen Geburtsort) dabei ist. Eine gute Vorbereitung macht sich hier auch für eine natürliche Geburt bezahlt.

Dauer: 15:47 Minuten
23.11.2018

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Das nimmst du mit

- Klärt bereits vor der Geburt, welche Rolle der Vater übernehmen möchte und welche Unterstützung sich die Mutter konkret wünscht. - Väter bringen ihre eigene Geburtsgeschichte, Ängste und Bedürfnisse mit, die während der Geburt unbewusst spürbar werden können. - Konkrete Aufgaben, Atemtechniken, stärkende Sätze und eingeübte Berührungen geben beiden Eltern Sicherheit. - Auch Väter können eine Geburt traumatisch erleben und dürfen Pausen, Gespräche und professionelle Unterstützung benötigen.

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Wenn wir an eine Geburt denken, sehen wir oft die gebärende Mutter, das Baby, die Hebamme und den Vater. Doch was macht Papa eigentlich im Kreißsaal? Muss er massieren, motivieren, Entscheidungen treffen und dabei jederzeit stark wirken?

Ich wünsche mir, dass wir uns von solchen starren Erwartungen lösen. Jeder Vater bringt seine eigene Geschichte, seine Ängste und seinen ganz persönlichen „Lebensrucksack“ mit zur Geburt. Diese Gefühle sind nicht falsch. Gleichzeitig nehmen gebärende Frauen Unsicherheit und Anspannung besonders fein wahr. Deshalb lohnt es sich, bereits in der Schwangerschaft offen darüber zu sprechen: Welche Rolle möchte der Vater übernehmen? Was braucht die Mutter, um sich sicher und getragen zu fühlen? Und wer könnte das Geburtsteam zusätzlich ergänzen?

Manche Väter möchten aktiv mit Atemtechniken, stärkenden Sätzen, Berührungen oder Geburtspositionen unterstützen. Andere sorgen lieber für Essen und Getränke, halten den Kontakt zum Klinikpersonal oder schützen den Raum. Entscheidend ist nicht, wie eine vermeintlich perfekte Geburtsbegleitung aussieht. Entscheidend ist, dass ihr eure Bedürfnisse kennt und miteinander in Verbindung bleibt.

Bei der ungeplanten Alleingeburt unserer zweiten Tochter habe ich selbst erlebt, wie kraftvoll die innere Sicherheit meines Mannes war. Während ich zunächst völlig überrascht und verunsichert war, blieb er ruhig, erinnerte mich an meine Atmung und nahm unser Kind in Empfang. Seine Klarheit übertrug sich unmittelbar auf meinen Körper.

Auch Väter dürfen während einer belastenden Geburt Angst haben, eine Pause benötigen oder später Unterstützung brauchen. Ein Geburtstrauma betrifft nicht ausschließlich die gebärende Person. Gute Vorbereitung bedeutet deshalb nicht, alles kontrollieren zu können. Sie schafft Orientierung, Verbindung und die nötige Flexibilität, wenn euer Kind einen anderen Weg wählt als geplant.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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