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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 22

Episode 022 – Wenn das Leben intensiv beginnt – Mit Neugeborenen auf der Intensivstation

Es ist mir eine große Freude euch das Interview mit Susanne Bürger vorstellen zu dürfen. Susanne ist Autorin des Buches „Wenn das Leben intensiv beginnt“. Und intensiv war auch unser Gespräch zum Thema „was tun, wenn das Baby auf der Intensivstation ist“?

Dauer: 44:36 Minuten
Zu Gast: Susanne Bürger
15.03.2019

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Das nimmst du mit

- Bindung kann auch unter den Bedingungen einer Intensivstation entstehen, etwa durch Stimme, Berührung, Pflege und liebevolle innere Verbundenheit. - Eltern dürfen individuell auswählen, was ihnen guttut. Empfehlungen sind Angebote und keine zusätzliche Leistungsliste. - Ein wertschätzender Kontakt zum Pflegeteam und gezielt gesuchte fachliche Unterstützung können Sicherheit und Handlungsspielraum schaffen. - Nähe und gemeinsames Wochenbett lassen sich nach der Klinikzeit bewußt nachholen. Auch bei einem ungewissen Ausgang ist erfahrene Begleitung besonders wertvoll.

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Manchmal beginnt das Leben ganz anders, als wir es uns ausgemalt haben. Statt Wochenbett, Nähe und ungestörtem Kennenlernen bestimmen plötzlich Monitore, medizinische Eingriffe und die Sorge um das eigene Baby den Alltag. Hier spreche ich mit Susanne Bürger über eine Erfahrung, die Eltern emotional und körperlich an ihre Grenzen bringen kann.

Susannes zweiter Sohn kam unerwartet mit einer Erkrankung zur Welt und mußte innerhalb seines ersten halben Lebensjahres dreimal operiert werden. Aus dieser persönlichen Geschichte, ihrer Arbeit als Naiv-Coach und der Suche nach hilfreicher Orientierung entstand ihr Elternbegleitbuch „Wenn das Leben intensiv beginnt“.

Mir ist besonders wichtig, daß Du aus unserem Gespräch keinen neuen Anspruch mitnimmst. Bindung entsteht nicht nur dann, wenn Du jede Empfehlung umsetzt. Ein liebevoller Blick, Deine Stimme, eine achtsam begleitete Pflegesituation oder die innere Verbindung zu Deinem Baby können bereits wertvolle Momente der Nähe sein. Du darfst gleichzeitig auf Dich achten, Pausen machen und herausfinden, was Dir Kraft gibt und was Dir Energie nimmt.

Susanne ermutigt Eltern, mit dem Pflegeteam im wertschätzenden Austausch zu bleiben, Unterstützung anzunehmen und sich nicht mit anderen Familien zu vergleichen. Auch nach der Entlassung darf Nähe nachgeholt werden: durch Tragen, Kuscheln, ein bewußtes Wochenbett und viel gemeinsame Zeit.

Wir sprechen außerdem darüber, wie wichtig fachkundige Begleitung ist, wenn unklar bleibt, ob ein Baby nach Hause kommen wird. Auch diese kostbare Zeit verdient Schutz, Würde und einfühlsame Unterstützung. Du mußt diesen Weg nicht alleine tragen.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

Dein nächster guter Schritt

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