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Geburtshelden-Podcast · Episode 30

Episode 030 – So schreibst du deine Ressourcen-Liste – Für mehr Leichtigkeit und Freude auf deinem Heilungsweg

In dieser Folge zeige ich, wie eine persönliche Ressourcenliste helfen kann, im Alltag nach einer belastenden Geburt wieder handlungsfähiger zu werden. Ich erkläre den Unterschied zwischen echten Ressourcen und Kompensation, stelle ein einfaches System aus kleinen, mittleren und großen Ressourcen vor und ordne ein, warum Schlaf für Mütter mit Baby eine besondere Rolle spielt.

Dauer: 21 Minuten
17.09.2026

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Das nimmst du mit

- Eine Ressourcenliste hilft dir, aus Ohnmacht auszusteigen und wieder im Hier und Jetzt anzukommen. - Eine echte Ressource hinterlässt keine negativen Nebenwirkungen - anders als Kompensation, zum Beispiel durch Alkohol. - Ressourcen lassen sich nach Zeitaufwand in kleine, mittlere und große Ressourcen einteilen. - Für Mütter mit Baby ist Schlaf die wichtigste Ressource, weil sich Schlafmangel nicht kompensieren lässt. - Es lohnt sich, immer wieder zu prüfen: Tut mir das wirklich gut - oder ist es nur ein weiterer Punkt auf meiner To-do-Liste? - Je mehr Ressourcen du dir aufgebaut hast, desto leichter kann es dir fallen, aus einem belastenden Zustand wieder herauszufinden.

Artikel zur Podcastfolge

Vielleicht kennst du das: Der Tag ist schon wieder vorbei, bevor du dazu gekommen bist, dich zu fragen, was dir eigentlich gutgetan hätte. Zwischen Baby, Alltag und dem, was nach einer belastenden Geburt noch nachwirkt, bleibt oft wenig Raum für die eigene Fürsorge. Das ist keine persönliche Schwäche, sondern die Realität vieler Mütter.

In der aktuellen Folge spreche ich darüber, wie eine ganz konkrete Ressourcenliste dir helfen kann, aus einem Gefühl von Ohnmacht auszusteigen und im Hier und Jetzt anzukommen. Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern Schritt für Schritt wieder mehr Handlungsspielraum für dich zu finden.

Was eine Ressource wirklich ausmacht

Nicht alles, was sich im Moment entlastend anfühlt, ist auch tatsächlich eine Ressource. Ein Beispiel, das ich in der Folge aufgreife, ist Alkohol: Er kann kurzfristig beruhigen, ist aber keine echte Ressource. Eine echte Ressource hinterlässt keine negativen Nebenwirkungen – sie schadet dir nicht gesundheitlich, emotional oder körperlich. Wenn etwas dich langfristig eher schwächt als stärkt, sprechen wir eher von Kompensation: dem Unterdrücken von schwierigen Gefühlen statt echter Ressourcenarbeit.

Drei Spalten, die Struktur geben

Ich schlage vor, mit drei Spalten zu arbeiten: kleine, mittlere und große Ressourcen – unterteilt nach dem Zeitaufwand, den sie brauchen. Kleine Ressourcen können schon in wenigen Minuten wirken, große brauchen mehr Raum und Vorbereitung. Wichtig ist dabei, immer wieder ehrlich zu prüfen: Tut mir das gerade wirklich gut – oder wird es zu einem weiteren Punkt auf meiner To-do-Liste, den ich nur abhake?

Ressourcen können ganz unterschiedlich aussehen: andere Menschen, finanzielle Sicherheit, deine Gesundheit, innere Bilder wie eine positive Visualisierung oder äußere, sinnliche Ressourcen wie Natur, ein bestimmter Duft, Berührung, Musik oder Humor. Bei manchen Klientinnen war es ein Lied im Chor über die eigene Geburt, bei anderen ein wiederentdecktes Instrument, Basteln mit dem Kind oder Reiten. Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch – nur das, was für dich stimmt.

Schlaf hat für Mütter mit Baby eine besondere Rolle

Für Mütter mit Baby ordne ich Schlaf als die wichtigste Ressource ein – nicht, weil du sonst etwas falsch machst, sondern weil sich Schlafmangel nicht durch andere Ressourcen kompensieren lässt. Wenn dein Kind nachts häufig wach wird und dein Nervensystem dadurch dauerhaft aktiviert bleibt, ist das eine reale Belastung, keine Frage von mehr Anstrengung oder Organisation. Wenn dein Nervensystem stark aktiviert ist, kann statt klassischer Stillmeditation auch sanfte Bewegung helfen.

Realistisch bleiben darf sein

Ressourcenplanung muss nicht perfekt sein. Ich erzähle in der Folge auch von einer eigenen Erfahrung: eine geplante Auszeit mit meinem Mann, die durch die ganze Organisation drumherum am Ende stressiger war als erholsam. Das zeigt mir immer wieder, dass es guttut, ehrlich hinzuschauen, ob eine geplante Ressource realistisch in deinen Alltag passt – und sie bei Bedarf anzupassen.

Ein kleiner nächster Schritt

Wenn du magst, nimm dir in den nächsten Tagen bewusst ein paar ruhige Minuten und schreib deine eigene Ressourcenliste auf – klein, mittel, groß. Du musst nicht sofort alles finden. Es reicht, wenn du mit ein, zwei Dingen anfängst, die dir schon jetzt einfallen. Je mehr Ressourcen du dir Schritt für Schritt aufbaust, desto leichter kann es dir mit der Zeit fallen, aus einem belastenden Moment wieder herauszufinden.

Wenn du deine eigene Geburtserfahrung noch genauer einordnen möchtest, kannst du dir dafür in Ruhe Zeit nehmen: Mit dem kostenfreien Geburtstrauma-Selbsttest bekommst du eine erste Orientierung, ganz ohne Druck.

Dein nächster guter Schritt

Nimm dir die Unterstützung, die gerade zu dir und deiner Situation passt.