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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 30

Episode 030 – Von Steinzeitbabys und Steinzeiteltern

Dies ist noch tief in uns. Für ein entspanntes Miteinander von Baby und Eltern ist es daher wichtig einmal hinzuschauen, was uns unser "Steinzeit-Baby" eigentlich sagen möchte. Ich erkläre warum unsere Babys und z.B. ihr Nervensystem noch in dieser Zeit hängen geblieben sind. Im Kontrast dazu steht unser verändertes kulturelles Leben, welche es vielfach sehr erschwert bindungsorientiert die "steinzeitlichen" Bedürfnisse des Babys zu befriedigen.

Dauer: 19:55 Minuten
29.01.2020

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Das nimmst du mit

- Babys besitzen uralte biologische Frühwarnsysteme und erleben Nähe zu vertrauten Menschen als grundlegende Sicherheit. - Eltern, insbesondere Mütter, waren nie dafür vorgesehen, ein Baby rund um die Uhr vollkommen allein zu versorgen. - Vernetzung, gegenseitige Entlastung und Gemeinschaft sind keine Schwäche, sondern menschliche Grundbedürfnisse. - Es gibt keinen allgemeingültigen Familienweg: Entscheidend ist, was sich für dich, dein Baby und eure Familie wirklich stimmig anfühlt.

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Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Du liebst dein Baby von ganzem Herzen und trotzdem bist du erschöpft, überfordert oder manchmal sogar verzweifelt. Dann taucht schnell die Frage auf: Warum schaffe ich das nicht besser?

Hier möchte ich dir sagen: Du versagst nicht. Unsere Babys kommen mit uralten biologischen Bedürfnissen auf die Welt. Sie suchen Körperkontakt, Wärme, Schutz und verlässliche Nähe, denn ihr Nervensystem weiß nichts von Babyphone, Heizung oder sicherem Kinderzimmer. Sicherheit entsteht für sie vor allem durch einen anderen Menschen.

Gleichzeitig leben viele Familien heute weit entfernt von Großeltern, Freundinnen und vertrauten Gemeinschaften. Während Babys noch immer „Steinzeitbabys“ sind, sollen Eltern ihren Alltag häufig isoliert bewältigen. Besonders Mütter tragen dabei eine Last, die früher auf viele Schultern verteilt war. Kein Wunder, dass sich das manchmal kaum schaffbar anfühlt.

Ich lade dich deshalb ein, den Druck herauszunehmen. Du musst dein Baby nicht allein begleiten, um eine gute Mutter zu sein. Unterstützung anzunehmen, dich mit ähnlich fühlenden Familien zu verbinden oder kleine Entlastungsinseln zu schaffen, ist kein Zeichen von Schwäche. Es entspricht vielmehr dem, was wir als Menschen brauchen.

Dabei gibt es nicht den einen richtigen Familienweg. Ob Trage oder Kinderwagen, Familienbett oder eigenes Bett, frühe Betreuung oder lange Zeit zu Hause: Entscheidend ist, was sich für euch stimmig anfühlt. Gesellschaftliche Urteile wird es immer geben. Doch dein Körpergefühl, deine Bedürfnisse und die Signale deines Kindes dürfen eure Richtung bestimmen.

Wir brauchen wieder mehr Gemeinschaft, mehr gegenseitige Unterstützung und weniger Schuld. Denn Babys wurden schon immer von vielen Menschen getragen, im wörtlichen und im übertragenen Sinn.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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