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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 18

Episode 018 – Sternenkinder – Ein Albtraum: Das geliebte Baby stirbt

Sternenkinder - Ein sehr rührendes und trauriges Thema Für mich ist es eine ganz besondere Folge, die ich heute für euch aufgenommen habe. Das Thema der Sternenkinder war mir noch nie so nah wie seit einem Tag im Dezember, an dem wir selbst zu (Pflege-)Eltern eines Sternenkindes wurden. Was ist ein Sternenkind? Wie kann man als Eltern mit so einem Erlebnis umgehen? Wie kann man Geschwisterkinder bei der Trauerverarbeitung und der Integration unterstützen? All diese Fragen werde ich in dieser intensiven und dadurch auch ein bisschen längeren Folge beantworten. Ich freue mich, wenn ihr hier die ein oder andere Inspiration für euren Heilungsweg findet. Ich spreche Hinterlasst gerne einen Kommentar auf YouTube oder schreibt mich ganz persönlich an:

Dauer: 26:53 Minuten
31.01.2019

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Das nimmst du mit

- Trauer braucht Zeit, Stille und die Erlaubnis, körperlich und seelisch aus dem gewohnten Alltag auszusteigen. - Kinder können mit Tod und Verlust erstaunlich natürlich umgehen, wenn ihre Fragen ehrlich und altersgerecht begleitet werden. - Rituale, Erinnerungsstücke, Gespräche und ein tragendes Umfeld können Familien in der Trauer Halt geben. - Geburt und Tod sind große Übergänge, die Geborgenheit, Sicherheit, Angstfreiheit und liebevolle Begleitung brauchen.

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Manchmal verändert ein einziger Augenblick alles. Als unser kleines Pflegebaby plötzlich starb, wurden wir zu Sternenkindeltern. Wir hatten diesen zarten Menschen nur für kurze Zeit begleitet, doch die Verbindung war tief, innig und voller Liebe. Mit seinem Tod verschwanden nicht nur seine vertraute Nähe und sein Atem, sondern auch all die Zukunftsbilder, die in uns bereits lebendig geworden waren.

Zuerst kam der Schock. Mein ganzer Körper reagierte, wurde krank und fuhr herunter. Ich konnte nicht einfach weitermachen, als wäre nichts geschehen. Deshalb durfte Stille einkehren. Ich zog mich zurück, sagte Termine ab und gab meiner Seele und meinem Körper Zeit, das Unbegreifliche langsam zu erfassen.

Was uns in dieser Zeit besonders getragen hat, waren liebevolle Menschen, offene Gespräche und kleine Rituale. Gemeinsam mit unseren Kindern gestalteten wir eine Kerze, schufen einen Erinnerungsplatz und schickten unserem kleinen Schatz gute Wünsche. Dabei lernte ich, wie natürlich Kinder mit Tod und Trauer umgehen können, wenn wir ihre Fragen ehrlich, altersgerecht und ohne Angst beantworten.

Inmitten des Schmerzes entstand auch eine tiefe Dankbarkeit: für unsere Kinder, unser Leben und jeden Moment, den wir mit diesem kleinen Wesen verbringen durften. Der Gedanke, daß jede Seele ihren eigenen Weg hat, schenkte mir Trost. Für mich sind Geburt und Tod zwei große Übergänge, die dasselbe brauchen: Geborgenheit, Sicherheit, Angstfreiheit und liebevolle Begleitung.

Wenn Du ein Sternenkind verloren hast, möchte ich Dir sagen: Du bist nicht allein. Du darfst Dir Hilfe holen, Deine eigene Form des Abschieds finden und Dir alle Zeit nehmen, die Du brauchst. Deine Liebe bleibt, auch wenn sich ihre Form verändert.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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