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Bindung von Anfang an-Podcast · Episode 24

Episode 024 – Geburtstrauma – Folgen für das Baby

In dieser Folge richten wir den Fokus auf das Baby. Nach einer schweren und traumatischen Geburt ist es wichtig die Anzeichen/Symptome des Babys zu erkennen und zu verstehen. Welche Symptome das sind und wie man damit umgehen kann, erzähle ich euch heute. Nach der Folge wisst ihr, welche Möglichkeiten es gibt mit einem „Schreibaby“ zu arbeiten und was ihm Entlastung bringt. Falls du selbst betroffen bist, melde dich gerne unter dem unten angegebenen Link! Und los geht’s! Jetzt Gespräch kostenfrei buchen: Für die Suche nach einer EEH-Fachberaterin in deiner Nähe: Buchempfehlung: - "Bindung durch Berührung: Schmetterlingsmassage für Eltern und Babys" von Mechthild Deyringer - Für die Fachleute und Interessierten unter euch: "Auf die Welt gekommen: Die neuen Baby-Therapien" von Thomas Harms (Hrsg.)

Dauer: 22:41 Minuten
19.04.2019

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Das nimmst du mit

- Babys können eine Geburt psychisch als traumatisch erleben, unabhängig davon, wie medizinische Fachpersonen den Verlauf bewerten. - Weinen, starke Körperspannung, geballte Fäustchen und Schlafprobleme können auf ein überaktiviertes Nervensystem hinweisen. - Liebevolle Ansprache, Hautkontakt und sanfte Berührung können dem Baby helfen, sich zu regulieren und Sicherheit zu erfahren. - Aufarbeitung bedeutet nicht Vergessen, sondern Integration, Entlastung und die Möglichkeit, eure Bindung neu zu stärken.

Artikel zur Podcastfolge

Nach einer schwierigen Geburt richtet sich der Blick häufig auf die Mutter. Doch auch dein Baby war mittendrin. Es hat die Geburt mit seinem empfindsamen Körper und seinem noch unreifen Nervensystem erlebt. Hier möchte ich dich dafür sensibilisieren, welche Spuren dieses Erlebnis hinterlassen kann, ohne dir Angst oder Schuld zu machen.

Ein Baby kann uns noch nicht mit Worten erzählen, was es bewegt. Sein Weinen, seine Körperspannung, geballte Fäustchen oder Schwierigkeiten beim Einschlafen können Ausdruck eines Nervensystems sein, das sich weiterhin in Alarmbereitschaft befindet. Dabei weint dein Kind niemals, um dich zu ärgern oder gegen dich zu arbeiten. Sein Weinen ist Kommunikation. Vielleicht erzählt es sogar von seiner Geburt und braucht einen sicheren Raum, in dem seine Gefühle gehalten werden dürfen.

Du kannst dein Baby dabei begleiten. Sprich mit ihm über das gemeinsam Erlebte, benenne liebevoll, was geschehen ist, und zeige ihm: Ich bin jetzt hier. Du darfst weinen. Ich halte dich. Auch sanfte Berührung, Hautkontakt und körperorientierte Ansätze wie die Emotionelle Erste Hilfe oder die Schmetterlingsmassage können das kindliche Nervensystem bei der Regulation unterstützen. Berührung fördert die Ausschüttung von Oxytocin und hilft deinem Baby, Sicherheit, Entspannung und Verbindung zu erfahren.

Besonders wichtig ist mir: Eine belastende Geburt muss euch nicht für immer trennen. Ihr habt dieses Erlebnis gemeinsam überstanden. Wenn Schuldgefühle zwischen dir und deinem Kind stehen, darf auch dafür Unterstützung da sein. Aufarbeitung bedeutet nicht, das Geschehene schönzureden oder zu vergessen. Es bedeutet, das Erlebte behutsam zu integrieren und daraus neue Nähe entstehen zu lassen.

Eure Geschichte ist nicht zu Ende. Heilung und Verbindung dürfen jederzeit beginnen.

Wenn du deine Erfahrungen gemeinsam sortieren möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht.

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